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Die Inzidenzen steigen: Kontaktbeschränkungen, 2 G oder 2 G plus, auch mehr Impfangebote sollen helfen. Reichen diese Maßnahmen aus?

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Die Trauer hat nun einen Platz

Im Wernauer Stadtwald erinnert eine Lindenallee an die Toten, die der Pandemie im Landkreis zum Opfer gefallen sind

Knapp 30 neu gepflanzte Winterlinden säumen den idyllischen Waldweg im Gewann Sulzhau oberhalb von Wernau. Eine Linde steht für 20 Corona-Tote im Landkreis Esslingen. Bisher – denn über der kleinen Gedenkstunde, in deren Verlauf der Esslinger Landrat Heinz Eininger, tatkräftig unterstützt vom Wernauer Bürgermeister Armin Elbl, vergangene Woche die Allee mit der Pflanzung des letzten Baumes komplettierte, schwebte unausgesprochen eine Befürchtung: Das Verhältnis von 1:20 könnte sich, bis die vierte Welle der Pandemie endlich  überstanden sein wird, noch dramatisch verschlechtern.

„Nur selten machen wir uns im Alltag bewusst, dass hinter jedem Todesfall in Folge einer Covid-19-Erkrankung ein Mensch, ein Schicksal steht“, sagte der Kreischef unter Hinweis auf die 594 Menschen, die dem Virus im Landkreis Esslingen bis Ende vergangener Woche  zum Opfer gefallen waren. Ihnen allen zum Gedenken, aber auch in Würdigung all jener, die an vorderster Front gegen das Virus kämpfen, die Sterbende begleitet haben, die Hinterbliebene unterstützen, die unter den Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit leiden, deren Seele Schaden genommen hat, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen oder die mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, ist die Lindenallee gepflanzt worden.

Am Anfang und am Ende der Baumreihe laden zwei Holzbänke zum Innehalten und Verweilen ein. Zwei Stelen erinnern zudem an die Bestimmung der Gedenkallee. „Der Ort soll Trauer einen Platz geben und Trost spenden in der Natur“, sagte Eininger. Der Landrat nutzte das Gedenken,  um angesichts der sich zuspitzenden Situation in den Krankenhäusern eindringlich an die Impfbereitschaft der Menschen im Landkreis zu appellieren. Die Kapazität an Intensivbetten im Landkreis sei  erschöpft. Meist lägen dort Ungeimpfte. „Lassen Sie sich impfen. Impfen ist mehr denn je eine Bürgerpflicht! Wer sich impft, schützt nicht nur sich selbst, sondern übernimmt auch Verantwortung für andere“, so der Kreischef.

Viel zu viele hätten auf den Intensivstationen um ihr Leben gekämpft und seien gestorben, oftmals einsam. „Sterben in der Pandemie, das ist oft ein Tod ohne Abschied, ohne Beistand, ohne eine letzte Umarmung geliebter Menschen“, erinnerte der Landrat. Aber auch die Angehörigen hätten nicht Abschied nehmen können von ihren geliebten Menschen und seien  ohne ein letztes Wort, einen letzten Wunsch, eine letzte Berührung, einen letzten Gedanken zurückgeblieben. Mit der Allee im Wernauer Stadtwald setze der  Landkreis ein Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung, sagte Eininger: „Ich möchte die Trauernden in unserem Landkreis einladen, hierher nach Wernau zu kommen und die Allee des Gedenkens zu besuchen. Setzen Sie sich auf die Bänke. Verweilen Sie, halten Sie inne. Trauern Sie. Suchen Sie Trost unter den Bäumen.“ 

adt/Foto: Ines Rudel


Die Diskussion dreht sich im Kreis

Der Kreisverkehr in Altbach soll schöner werden – Gemeinde redet geraume Zeit mit der falschen Stelle im Landratsamt

Im Altbacher Gemeinderat hat am Dienstag vergangener Woche der Tagesordnungspunkt 8 für Aufregung gesorgt.  Formulierungen  und Begrifflichkeiten wie  „schlampig“, „unakzeptabel“, „katastrophal“,  „ehrenkäsig“, „trauriges Kapitel“ und „völlig für die Katz“ fielen, als es um den einzigen Kreisverkehr im Ort ging. Den Kreisel, der nicht weit vor dem  Ende der Ortsdurchfahrt in Richtung Plochingen angelegt ist.

Fazit der Sitzung: Alle Überlegungen und Bemühungen, die bisher gemacht worden sind, um die Mittelinsel des Kreisels ansprechend zu gestalten, sind offensichtlich Makulatur. Die Vorschläge, die im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses  im  Frühsommer 2020 gesammelt und ausgewählt  worden sind,  sollen  sich, wie es heißt,  aus rechtlichen Gründen nicht umsetzen lassen, weil starre Hindernisse der Verkehrssicherheit zu wider liefen. Dies wurde den Gemeinderäten schon vor einiger Zeit signalisiert, nachdem das örtliche Bauamt mit den Preisträgerentwürfen beim Landratsamt als unterer Verkehrsbehörde vorstellig geworden war.

Erst in der jüngsten Sitzung jedoch haben die konsternierten Kommunalpolitiker erfahren, dass das Rathaus fast  eineinhalb Jahre lang mit der falschen Stelle gesprochen hat. Ortsbaumeister Jens Korff erklärte, dass ihm erst am Nachmittag des Sitzungstags mitgeteilt worden sei, dass in solchen Fallen nicht die untere Verkehrsbehörde, sondern das Straßenbauamt zuständig ist.  Bürgermeister Martin Funk stellte klar, „dass es natürlich  ärgerlich ist, dass man uns das erst jetzt gesagt hat“.  Allerdings seien die geltenden Regeln – unabhängig davon – genau die, die man kundgetan habe.

Der Kreisverkehr ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Gemeinde, täglich fahren dort Tausende Autos vorbei. Früher zierten drei Blauglockenbäume den Kreisel, zwei davon wurden allerdings umgefahren. „Es gab den Wunsch, den Kreisverkehr schön zu gestalten“, sagte Funk. Im vergangenen Jahr fand  ein offener Ideenwettbewerb statt. Beinahe 20 Vorschläge wurden eingereicht. 

Die Idee, die Flächen innerhalb eines Kreisverkehrs zu gestalten, ist nicht neu. Im benachbarten Plochingen legen sich die Mitarbeiter der Stadt beispielsweise regelmäßig bei der Bepflanzung des Kreisels an der Kreuzung der Karl-, Fabrik- und Eisenbahnstraße ins Zeug. Im Frühling und Sommer ist dort eine bunte Blütenpracht in den Stadtfarben zu bewundern. Die Große Kreisstadt Eislingen im Landkreis Göppingen hat sich sogar bundesweit einen Namen als Stadt der Kreisverkehrskunst gemacht. Dort zieren große Kunstwerke die Kreisverkehre.

In Altbach hätte die Verwaltung gerne  Motive aus dem Ideenwettbewerb aufgestellt. Unter den Vorschlägen waren künstlerische Ideen mit der Gestaltung der Ortssilhouette aus Stahl, die Abbildung des Gemeindewappens mit vielen Pflanzen oder die Andeutung der Himmelsrichtungen mit Hinweisen auf den Neckar, Streuobstwiesen, den Schurwald und die Industrie. Bei allen Ideen wurde jedoch bereits früh eine Gefahr für den Straßenverkehr gesehen. Nun soll überlegt werden, welche Ideen aus dem Wettbewerb vielleicht in abgewandelter Form umgesetzt werden können. Laut Ortsbaumeister Korff werden zunächst Stauden im Innern des Kreisels gepflanzt. Einig war man sich in der vergangenen Gemeinderatssitzung letztlich darin, dass an das ­Thema endlich ein Knopf gemacht werden muss. Auf welche Weise dies geschehen soll, wird allerdings erst die nächste Zeit zeigen – und vielleicht das Gespräch mit der richtigen Behörde. 

eas/bra/Foto: Philipp Braitinger


Aus in letzter Minute

Die Stadt Esslingen hat den Mittelalter- und Weihnachtsmarkt einen Tag vor der geplanten Eröffnung abgesagt

Am Dienstag hätte er eröffnet werden sollen: der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt. Wenn auch in abgespeckter, coronakonformer Form. Einen Tag vor der geplanten Eröffnung hat die Stadt  doch noch die Reißleine gezogen. Grund sei, dass sich die pandemische Lage in Esslingen und der Region zugespitzt habe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dabei war am Freitag noch bekräftigt worden, der Budenzauber werde stattfinden –  mit einem verschärften Hygienekonzept, das eine Umzäunung und den Einlass nur für Geimpfte und Genesene vorsah. Was sich übers Wochenende geändert habe? Die Belegung der Intensivstationen am Klinikum Esslingen, teilt die Stadt mit.  „Die Auslastung war schon vorher hoch“, räumt Niclas Schlecht, Sprecher der Stadtverwaltung, auf Nachfrage ein. Aber nun seien die Kapazitäten ausgelastet. Sollte es zu einem Unfall auf der B 10 kommen mit drei Schwerverletzten, dann könne nur noch einer von ihnen im Esslinger Krankenhaus versorgt werden.  „Wir sind dringend darauf angewiesen, dass sich die Anzahl der Covid-Patienten nicht noch weiter erhöht und müssen die medizinischen Versorgungs­kapazitäten sicherstellen“, wird der Geschäftsführer des Klinikums, Matthias Ziegler, in der Mitteilung zitiert.

Die Entscheidung ist in Absprache mit der Stadt Ludwigsburg gefallen, die zeitgleich ihren Weihnachtsmarkt abgesagt hat. „Ludwigsburg und Esslingen haben gemeinsam entschieden, dass ihre Weihnachtsmärkte nicht stattfinden“, sagte Oberbürgermeister Matthias Klopfer in der Gemeinderatssitzung am Montag. „Angesichts der sich dramatisch entwickelnden Situation in den Kliniken können wir es nicht mehr vertreten, die Märkte stattfinden zu lassen. Wir sind überzeugt, dass das die richtige und leider notwendige Entscheidung ist. Wir haben eine gesundheitliche Fürsorgepflicht und wissen, dass das Personal in den Kliniken mit dem Rücken zur Wand steht, das hat uns zu diesem Schritt bewogen.“

Die Absprache mit Ludwigsburg sei auch deswegen erfolgt, weil bei einseitiger Absage der Druck von steigenden Besucherzahlen auf den anderen Weihnachtsmarkt groß gewesen wäre, so Schlecht. Als weiteren Grund für die Absage nennt der Pressesprecher die verschärften 2-G-Plus-Regeln, die das Land Baden-Württemberg für Weihnachtsmärkte einführt. Der Zutritt soll nur für Geimpfte und Genesene möglich sein, die zusätzlich einen negativen Test vorweisen können. Damit lohne sich der Betrieb für die Händler jedoch vermutlich nicht mehr.

In die Entscheidung involviert waren neben der Rathausspitze  und der Esslingen Markt und Event GmbH (EME) auch der Gemeinderat und Vertreter der Marktbeschicker. Die Marktbeschicker wurden am Montag in E-Mails und in persönlichen Gesprächen über die Absage informiert. „Wer uns kennt, weiß, dass der Weihnachtsmarkt eine echte Herzenssache für uns ist“, sagte Michael Metzler, Geschäftsführer der EME, in der Gemeinderatssitzung am Montag. „Es tut uns von Herzen weh, diese Entscheidung jetzt so treffen zu müssen, wo der Aufbau in vollem Gange ist.“

„Seit Februar arbeite ich auf die Eröffnung des Weihnachtsmarkts zu. Fünf Tage habe ich aufgebaut. Und jetzt baue ich wieder ab“, verdeutlicht  Marktbeschicker Gerald Ritter, der  seit 25 Jahren seine kleinen Tonhäuser auf dem Marktplatz verkauft, das Dilemma. Auch   in Ludwigsburg und Leipzig wäre er dabei gewesen – aber auch diese Märkte  sind abgesagt. Und auch die EME  hat  schon gewaltig in die Vorbereitungen investiert.

Im Zuge der zunehmenden Absagen in der Region und im gesamten Bundesgebiet appelliert Michael Metzler an die Verantwortlichen von Bund und Land, für die Händler und Betroffenen der Weihnachtsmärkte wirtschaftliche Hilfsprogramme aufzulegen, zumal es sich vornehmlich um Familien- und Einzelunternehmen handelt. 

gg/meb/biz/Foto: Roberto Bulgrin


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Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Katar hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft souverän gemeistert. Ist sie aber auch gerüstet, um in den Titelkampf einzugreifen?

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Für WM gerüstet?

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Im Notfall zählt jede Minute

Seit 20 Jahren leisten in Baltmannsweiler und Lichtenwald ehrenamtliche Helfer vor Ort professionelle Erste Hilfe

Bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall können manchmal Minuten über das Schicksal des Patienten entscheiden. Im ländlichen Raum, in dem der Rettungsdienst einen weiten Anfahrtsweg hat, kann dies zum Problem werden. Wie andernorts wurden daher in einigen Kommunen im Kreis Helfer vor Ort installiert – professionell ausgebildete ehrenamtliche Ersthelfer, die die Zeit zwischen Notruf und Eintreffen des Rettungsdiensts überbrücken. In Baltmannsweiler und Lichtenwald sind diese Helfer seit 20 Jahren im Einsatz.

„Die Zeit ist während eines Notfalls unser Gegner, manchmal zählt jede Minute“, sagt Martin Kuhn, der Vorsitzende des Ortsvereins Baltmannsweiler des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Im Wissen darum hat das DRK Baltmannsweiler im Oktober 2001 die Helfer vor Ort installiert. Die sogenannten First Responder sind professionell im Sanitäts- oder Rettungsdienst ausgebildete Ehrenamtliche aus der Kommune, die im Fall der Fälle innerhalb weniger Minuten bei einem Patienten sein  können.

Arbeits- und Verkehrsunfälle überwiegen,  aber auch medizinische Notfälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall, starke allergische Reaktionen und Kindernotfälle sind die Notrufstichworte. Mehr als 3200 Einsätze sind die Helfer in den vergangenen 20 Jahren auf dem mittleren Schurwald gefahren, wobei in den vergangenen Jahren die Einsatzzahlen stark zugenommen haben. „Statistisch waren wir schon mindestens ein Mal in jedem Haushalt in Baltmannsweiler und Lichtenwald“, rechnet Kuhn vor.

„Wir sind vom Ort, wir kennen die Straßen und wissen, wo die Häuser sind, die nicht direkt an der Straße stehen. Wir können also den Rettungsdienst dirigieren“, beschreibt Fabian Günther, Bereitschaftsleiter beim DRK Baltmannsweiler, den Vorteil ortskundiger Helfer. Ohne sie werde es bei Notfällen in der Natur problematisch. „Wir können uns die Umgebung oder die Waldwege beschreiben lassen und haben dann eher ein Bild vor Augen als der Rettungsdienst, der sich nicht auskennt und nicht weiß, wo er hinfahren muss.“ Ähnliches gelte bei medizinischen Notfällen im Haushalt oder beim Sport, wenn der Rettungswagen den Weg nicht findet oder keine Erste Hilfe durch Angehörige oder Nachbarn geleistet werde. „Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Überlebenschance pro Minute um zehn Prozent. Wir sind bis zu sieben Minuten vor dem Rettungsdienst beim Patienten. Der Helfer vor Ort rettet Leben“, sagt Günther.

Sie ergänzen dies mit statistischen Zahlen. Durchschnittlich sind die First Responder binnen vier Minuten nach dem Notruf beim Patienten in Baltmannsweiler, binnen sieben Minuten in Lichtenwald. Der Rettungsdienst benötige doppelt so lange. „Wenn der Rettungswagen kommt, ist vieles in die Wege geleitet, die Anamnese erledigt, adäquate und professionelle Erste Hilfe geleistet. In 24 Prozent aller Einsätze sehen wir eine Verbesserung des Patientenzustands beim Eintreffen des Rettungsdiensts. Bei 3200 Einsätzen in 20 Jahren kann man sagen, dass uns viele Leute  ihr Leben verdanken“, sagt Günther.

Für den DRK-Ortsverein hat der Dienst eine Schattenseite. „Unsere Hilfe ist nicht nur ehrenamtlich, sondern unentgeltlich. Wir bekommen keinerlei Unterstützung oder Zuschüsse von Krankenkassen oder vom Land“, berichtet Kuhn. 10 000 Euro müsse der Ortsverein jährlich aufbringen, um den Helfer vor Ort zu gewährleisten.

Größere Anschaffungen sind da  nicht mehr zu stemmen. Als das Einsatzfahrzeug im Juni mit Motorschaden in die Knie ging und der Ortsverein dann 42 000 Euro für ein neues Auto berappen musste, war das nur durch Spenden möglich. „Die Bevölkerung, Unternehmen und Vereine auf dem Schurwald haben uns ganz grandios unterstützt“, freut sich Kuhn. „Die Menschen in unseren Gemeinden wissen, dass sie vom Helfer vor Ort profitieren und unterstützen uns.“ 

pst/Foto: Peter Stotz


Wenn der Enkel in Not ist

Telefonbetrüger überrumpeln ihre Anrufer geschickt– Polizei: Sofort auflegen – Nicht nur alte Menschen betroffen

Es ist immer wieder die gleiche Masche: Ältere Menschen erreicht ein Hilfeanruf vom vermeintlich in Not geratenen Enkel oder von der Tochter.  Sie seien in einen Unfall verwickelt, ein Mensch sei zu Schaden gekommen, Gefängnis drohe gar. Und nur durch eine sofortige Barzahlung zur Hinterlegung einer Kaution könne das Schlimmste verhindert werden.

Schockanrufe heißen solche Kontakte am Telefon.  Und es sind nicht wenige, auch keineswegs nur alte Menschen, die  sich auf das Spiel einlassen und vermeintlichen Polizeibeamten oder anderen vorgeblichen  „Amtspersonen“ große Summen Bargeld übergeben.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen, das auch für den Landkreis Esslingen zuständig ist,  gehen täglich Anzeigen zu solchen Betrugsversuchen ein. Telefonbetrüger sind seit vielen Jahren aktiv und wechseln ihre Maschen oft. „Jetzt gerade ist die Masche der Schockanrufe beliebt, morgen kann es wieder eine andere Variante sein“, erklärt Simone Mayer vom Präsidium in Reutlingen. „Ursprünglich gaben sich die Betrüger als Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus und versuchten mittels einer konstruierten Lügengeschichte –   wie  dass in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und die Gefahr bestehe, dass beim Angerufenen ebenfalls eingebrochen werde – , an Geld oder Wertsachen der Angerufenen zu gelangen. Dabei nutzen die Täter die Angst vieler Senioren vor Einbrechern und das hohe Vertrauen in die Polizei aus.“

Wie anpassungsfähig und findig die Täter sind, beweist folgende Beobachtung, von der Mayer berichtet: „So wurden beispielsweise durch die Polizei Präventionskampagnen durchgeführt, bei denen auch Mitarbeiter von Banken sensibilisiert wurden für Fälle, in denen ältere Menschen größere Bargeldbeträge in der Bank abholen. In der Folge  versuchten die Betrüger  die Angerufenen davon zu überzeugen, dass der Bankmitarbeiter mit den Einbrechern unter einer Decke stecke.“

In der überwiegenden Anzahl der Fälle sind es ältere Menschen, die Opfer  werden –  obwohl die Betrugsmaschen eigentlich bekannt sind. Aber es erwischt auch Jüngere: „Durch geschickte Gesprächsführung und vor allem auch dadurch, dass das Gespräch nie unterbrochen wird und  das Telefonat über einen längeren Zeitraum geführt wird, wird erheblicher psychischer Druck ausgeübt und ihnen die Möglichkeit genommen, sich mit einem Angehörigen auszutauschen oder sich in Ruhe Gedanken über den Anruf zu machen“, sagt Mayer. Sie  rät: „Legen Sie sofort auf. Nehmen Sie Kontakt mit der  Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.“

Mayer versucht den Betroffenen auch die Angst vor weiteren Schädigungen zu nehmen: „Die Opfer haben nach solch einem Betrug häufig die Angst, dass  auch noch bei ihnen eingebrochen werden könnte, da sie am Telefon  ihre Vermögensverhältnisse preisgeben haben.“  Es habe  im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen in diesem Zusammenhang aber keinen  einzigen Einbruch gegeben.

Als positiv bewertet Mayer,  dass die  meisten Angerufenen  die Betrugsmasche  erkennen und auflegen. Im Jahr 2020 kam es im Bereich des Reviers Reutlingen zu  2985 angezeigten Fällen. In nur 108 Fällen handelte es sich  um einen vollendeten Betrug.

Info: Das Polizeipräsidium Reutlingen hat in eigens produzierten Videos einen Betrugsanruf nachgestellt und gibt Tipps und Hinweise, um mögliche Opfer, aber insbesondere auch die Angehörigen der oft älteren Geschädigten zu sensibilisieren. Die Videos sind im Internet auf der Homepage des Polizeipräsidiums Reutlingen unter https://ppreutlingen. polizei-bw.de, der Facebook-Seite des Polizeipräsidiums Reutlingen www.Facebook. com/PolizeiReutlingen/Videos und auf Twitter bei twitter. com/PolizeiRT zu finden. Weitere Tipps unter www.polizei-beratung.de.

bob/Foto: dpa


Alicensteg könnte neu erstrahlen

Schon mehrfach schien die Fußgängerverbindung dem Untergang geweiht – Nun ergeben sich ganz neue Perspektiven

Seit Jahren bewegt der Alicensteg die Gemüter.  Immer wieder scheint es, als sei die Fußgängerverbindung  zwischen Merkelpark und Zollberg dem Untergang geweiht – nur, um dann doch erhalten zu bleiben. Erst Anfang des Jahres wurde  der Abriss beschlossen, der Beschluss aber  bald auf Eis gelegt.  Inzwischen ist wieder alles anders: Neuerdings favorisieren das Land und die Stadt Esslingen die Führung des Radschnellwegs über den Alicensteg.  Das könnte nun  die Wende für die schon mehrfach abgeschriebene Brücke bringen.

Denn damit ist klar, dass der Alicensteg komplett abgerissen und neu gebaut werden muss. Zuletzt hatte sich der Gemeinderat für einen Neubau der Fußgängerbrücke auf dem bestehenden Unterbau ausgesprochen.  Doch wenn der sogenannte RS 4, der geplante Radschnellweg zwischen Stuttgart und Reichenbach, über den Steg führen soll, reicht der aktuelle Unterbau nicht aus.  Schließlich muss der Radschnellweg gemäß den Vorgaben vier Meter breit sein. Zudem soll ein Fußgängerweg über den Alicensteg führen. Beim Regierungspräsidium Stuttgart (RP), das die Planungen für den Radschnellweg  vorantreibt, rechnet man deshalb mit einer Breite von mindestens 6,50 Meter für den neuen Alicensteg. Vom RP heißt es: „Für die neue Radschnellwegbrücke kann der bestehende Alicensteg nicht genutzt werden.“ Man müsse eine neue Brücke errichten.

Diese muss nicht nur breiter sein als der jetzige Steg, sondern auch  barrierefrei.  Die Treppen, die aktuell die beiden Ebenen des Alicenstegs verbinden, sind damit ebenfalls passé. Stattdessen soll künftig ein durchgehend mit dem Rad befahrbares Gesamtbauwerk den Neckar und die B 10 überspannen, das laut den Vorgaben für Radschnellwege  nicht mehr als sechs Prozent Steigung haben darf.  Welche  Dimension das Gesamtbauwerk haben werde, sei ebenso wenig Gegenstand der derzeitigen Planungsphase wie die genaue Lage des künftigen Alicenstegs,  heißt es aus dem RP.  Auch zum Bauablauf sowie zu möglichen Einschränkungen des Verkehrs auf der B 10 oder auf dem Neckar während der Bauarbeiten könne man sich noch nicht äußern.

Nach Einschätzung von  Uwe Heinemann, Leiter des Esslinger Tiefbauamts, dürfte es aber durchaus möglich sein, den Neubau des Alicenstegs ohne längere Sperrungen  der B 10 oder des Schiffsverkehrs zu stemmen. Bei einem kompletten Neubau könnten zunächst die Fundamente errichtet und der fertige Überbau quasi in einer Hauruck-Aktion aufgesetzt werden. 

Im Gemeinderat hatte Heinemann  stets davor gewarnt, längere Sperrungen von B 10 und Neckarschifffahrt zu riskieren – jedoch im Zusammenhang mit einer Instandsetzung des  Unterbaus des Alicenstegs. Für Arbeiten am Bestand reicht der Platz neben der B 10 laut Heinemann nicht aus.  Bei einem Neubau sei das anders.  Klar sei: „Das neue Bauwerk hat nichts mehr mit dem Alicensteg in seiner jetzigen Form zu tun.“

Eigentlich hätte der Alicensteg bei den Haushaltsberatungen des Esslinger Gemeinderats wieder auf der Agenda gestanden. Auf Antrag der SPD hatte das Gremium entschieden, erst auf Grundlage eines noch zu erstellenden  Brücken-, Stege- und Wegekonzepts für die Gesamtstadt über die Zukunft des Stegs zu entscheiden. Doch:  „Solange der Radschnellweg über den Alicensteg diskutiert wird, hat sich das Thema im Gemeinderat erledigt“, sagt Heinemann. Schließlich sei das Land für den Radschnellweg zuständig – und damit auch für dessen Planung und Finanzierung.  

Allerdings müsse wohl über eine Kostenbeteiligung der Stadt für den Fußgängerweg auf der neuen Brücke gesprochen werden, so Heinemann. Denn für diesen ist das Land nicht zuständig. Vom RP heißt es dazu, dass eine Kostenteilung auf Grundlage des Straßengesetzes Baden-Württemberg erfolge. Konkrete Zahlen könne man  aber noch nicht nennen.  Auch der Zeitplan stehe noch nicht. Aber man gehe davon aus, dass die ersten Abschnitte des RS 4 frühestens im Jahr 2026 fertiggestellt werden könnten.   

meb/Foto: Roberto Bulgrin


Im Turbogang durchs Neckartal

Planer des Regierungspräsidiums präsentieren ihre  Vorzugstrasse für  Radschnellweg – Kritik aus Plochingen prallt ab

Der Radschnellweg nimmt jetzt hoffentlich die Fahrt auf, die man braucht.“ Mit diesen  Worten  hat der    Esslinger   Landrat Heinz Eininger die   neueste Vorzugsvariante      für die rund 20 Kilometer lange Strecke zwischen  Stuttgart und Reichenbach vor dem Kreistagsausschuss für Technik und Umwelt kommentiert. In diese   Trasse haben die  Planer  im Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) die Anregungen und Kritik der Anlieger-Kommunen an ihrem ersten Vorschlag  vom  Dezember 2020 eingearbeitet.  Im September wurde das Ergebnis  den Bürgermeistern vorgestellt. Seitdem touren die Planer      durch die  Gremien – jetzt waren die  Kreistagsmitglieder an der Reihe.

Schon vor  der  zügigen Präsentation der neuesten Variante hat Eininger mit  Genugtuung  registriert, „dass man  sich  immer mehr der    Machbarkeitsstudie annähert“, die   der Kreis und ein  Fachbüro zusammen  mit den Kommunen  2019 entwickelt  hatten.   Die seinerzeit   favorisierte Trasse   benötigte   fünf neue Brücken und zwei Unterführungen, wurde auf  60 Millionen Euro geschätzt und als zu teuer gegeißelt.   Für die neueste RP-Variante braucht es vier neue Neckarbrücken, zwei Unterführungen und drei Filsbrücken. Die  Gesamtkosten  stünden erst am Ende  der Vorplanung fest, die Anfang kommenden Jahres abgeschlossen werden soll.    

Die größte Veränderung  in der neuesten Planung greift  zwischen Esslingen und Deizisau:  In Esslingen  soll der Radschnellweg, aus  Stuttgart kommend, auf einer neuen Brücke auf Höhe des Alicenstegs auf die Südseite des Neckars wechseln, um dann am westlichen Ortsrand von Deizisau über eine ebenfalls neue Brücke  beim Kraftwerk Altbach/Deizisau wieder ans Nordufer zu gelangen. Am östlichen Ende der Altbacher Neckarinsel  bringt ihn  dann  eine neue  Fuß- und Radwegbrücke zurück ans Südufer – etwa auf Höhe des Deizisauer Freibads. Der doppelte Brückenschlag im Bereich Deizisau/Altbach  wurde nötig, weil  Esslingen bei der ursprünglichen Nordvariante  zu wenig Platz und ökologische Bedenken vor allem im   Naturschutzgebiet Alter Neckar geltend gemacht hatte.   Auch wenn man mit der   Südvariante etwas weniger  Nutzer erreiche, habe man sich auf diesen Kompromiss geeinigt, sagt Tobias Twietmeyer vom RP.

Am  Plochinger Bruckenwasen ist man von einer Einigung  weit entfernt.  Dort hatten die Planer die Trasse zuerst über das  ehemalige Landesgartenschaugelände  auf dem westlichen Bruckenwasen gelegt.  Ein No-Go für die Plochinger. In der neuen Variante  führt das RP   die Piste von Deizisau  kommend zwar auch in einer neuen Unterführung unter der Kreisstraße  hindurch, dann geht sie aber  an dieser entlang am südlichen Rand des Bruckenwasens weiter und in einer neuen Unterführung unter  der Straße nach Plochingen (Landesstraße 1250). Unter der  B-10-Brücke  gelangt sie an den Neckar, der dort  auf einer neuen Brücke überquert werden soll.

Exakt an dieser Stelle teilen sich die Vorstellungen von  RP  und  Stadt. Während Ersteres  durch die Streuobstwiesen  des östlichen  Bruckenwasens auf  die Bahnunterführung zuhalten will, um den Weg dann über einen Ersatzbau für die bestehende Filsbrücke nördlich der Fils oder ohne Bücke südlich des Flusses weiterzuführen, favorisieren die Stadt, Naturschützer und Vereine  eine Fortsetzung  parallel zur B 10. Die verschone den Park, wäre kürzer, bräuchte aber eine  neue Bahnunterführung, was das RP  mit Verweis auf   die Kosten, die höhere Flächenversiegelung  und den drohenden Zeitverlust ablehnt.

„Ich sehe mit Wohlwollen, dass Sie unsere Wunschtrasse jetzt wenigstens mit roten Punkten  eingezeichnet haben“, sagte Joachim Hahn (SPD), Stadt- und Kreisrat aus Plochingen. „Aber unser Fokus liegt ganz klar auf der rot durchgezogenen  Trasse“, unterstrich  Twietmeyer nochmals die RP-Position. Anfang November soll es in Plochingen einen Termin mit externer Moderation geben. Dem Vernehmen nach hat Andreas Schwarz,  Chef der Grünen-Landtagsfraktion aus Kirchheim,  ein Treffen des RP mit Gemeinderäten, Verwaltung, Naturschützern, Vereinen und Radverbänden initiiert, an dem auch die Landtagsabgeordneten Natalie Pfau-Weller (CDU) und Andreas Kenner (SPD) teilnehmen werden.

„Wir wollen diese Diskussion  nicht hier im Kreistag führen“, blockte  Thomas Walz vom RP   ab. Somit blieb auch  die Nachfrage des Esslinger Grünen-Stadt- und Kreisrats Jürgen Menzel  zu einer Bewertung der Plochinger Problematik und den  ungelösten  Esslinger Problemen    im westlichen Streckenabschnitt   unbeantwortet. 

Günter Riemer   (Freie Wähler) wollte den Planern  „Mut mitgeben“. Der  Landrat hofft auf die  Kompromissbereitschaft der Kommunen.  Man könne nicht allen Bereichen Rechnung tragen, warb  Eininger für den    etappenentscheidenden Tritt nach vorne. 

Biz / Foto: Grafik: Zapletal


Flugrouten per Simulator prüfen

Fluglärmkommission gibt Gutachten zur Lärmbelastung  in Auftrag – Entscheidung soll im März fallen

Zu der möglichen neuen Flugroute über den Fildern   soll es ein Lärmschutzgutachten geben. Darauf  hat sich  die Fluglärmkommission ge­einigt. Zudem soll die alternative Route in einer Simulation durchgespielt werden.  Dabei könnten verschiedene Wetterbedingungen nachgestellt werden, sagte der Vorsitzende der Fluglärmkommission, der Ostfilderner OB Christof Bolay. Erwartungsgemäß sprach die Fluglärmkommission keine Empfehlung  zur Flugroute aus. Wegen des Widerstands betroffener Kommunen sowie einiger Bürgerinitiativen wurde die Entscheidung verschoben.

Kritiker der neuen Routen drängen darauf, Antworten auf ungeklärte Fragen zu bekommen. Vor zwei Wochen gab es dazu ein von Ministerpräsident Winfried Kretsch­mann und Verkehrsminister Winfried Hermann moderiertes Gespräch, bei dem sich die  Parteien einigten, offene Punkte vor einer Empfehlung der Fluglärmkommission  zu klären. Die  Entscheidung  verbleibt aber bei dem Gremium, das im März 2022 erneut tagen soll.  „Bis dahin sollte nicht nur das Gutachten vorliegen, sondern auch Zeit sein, um die Ergebnisse interpretieren zu können“, sagte Bolay.

Das Gutachten soll Aufschluss geben, wie sich der Dauerschallpegel bei unterschiedlichen Routen verändert.  Die Vorbereitung des Gutachtens will  das Verkehrsministerium begleiten, indem es  eine Arbeitsgruppe einrichtet, der betroffene Kommunen angehören. 

Die vergangene Sitzung wurde von den Beteiligten unterschiedlich bewertet.  Unterstützung  bekam Bolay, der sich  mehrfach für die neue Flugroute ausgesprochen hatte, vom   neuen Esslinger Oberbürgermeister Matthias Klopfer. „Verkehr löst sich ja nicht in Luft auf“, sagte Klopfer. „Es wird immer Gewinner und Verlierer geben. So ist nun mal Politik.“ Es gehe darum abzuwägen. Wenn mehr Menschen  durch die neuen Routen entlastet würden als belastet, seien sie zu befürworten. „Aber natürlich gibt es immer Benachteiligte“, sagte Klopfer. Am Ende werde es wohl einen Kompromiss geben.

Für Esslingen würde die neue Route  eher eine Entlastung bedeuten, insbesondere für die Bevölkerung in Berkheim, Oberesslingen, Sirnau und Zell. Mit Baubürgermeister Hans-Georg Sigel sitzt auch ein Vertreter Esslingens in der Fluglärmkommission.

Dass mit dem vereinbarten Vorgehen die öffentliche Debatte „nun wieder sachlich geführt werden kann“, begrüßte Frank Buß, der Bürgermeister Plochingens. Behauptungen zu Sicherheitsbedenken oder zusätzlichen Flugbewegungen sind aus seiner Sicht von der Deutschen Flugsicherung „eindeutig und plausibel widerlegt“.

Die Auswirkungen auf die lärmgeplagte Bevölkerung soll durch das gemeinsame Fluglärmgutachten bewertet werden. „Weil die Gesamtlärmbelastung weiter hoch sein wird, muss im hoch belasteten Neckartal jede Chance für eine Lärmpause ergriffen werden“, bekräftigte Buß.

Dass ein Lärmgutachten kommt, begrüßte auch der Nürtinger OB Johannes Fridrich, der sich mit weiteren Kollegen  gegen die Route ausgesprochen hatte: „Ich finde es positiv, dass nun ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben wird und auch die Flugrouten in Flugsimulatoren getestet werden.“ Er habe immer für ein Gesamtfluglärmgutachten plädiert: „Alle Lärmquellen zu erfassen – so wünschenswert das wäre –  sprengt die Aufgaben der Fluglärmkommission.“ Er sei gespannt, was das Ergebnis des Gutachtens sein werde, „ob etwa, wie von den Befürworten behauptet, die Entlastung von 90 000 Menschen den Tatsachen entspricht.“

Für den Nürtinger Rathauschef sind weiterhin viele Fragen offen: „Die Frage, ob die neue Route im Einklang mit dem Planfeststellungsverfahren steht, ist  offen und wird von Nürtingen anwaltlich untersucht. Sollte aufgrund neuer Routen ein Planfeststellungsänderungsverfahren notwendig werden, wäre das angedachte Verfahren gestorben.“ Unklar sei, ob damals Abwägungen hinsichtlich einer neuen Flugroute getroffen worden seien. 

jmf/eli / Foto: Roberto Bulgrin