Die Erschließung ist fast fertig

Gefragte Bauplätze in den Hochdorfer Hofäckern – Abschnitt 2 muss noch warten

Bauplätze sind teuer, aber dennoch begehrt. Im jüngsten Baugebiet der Gemeinde Hochdorf, den Hofäckern, ist nicht nur die Erschließung, sondern auch die Vergabe der gemeindeeigenen Bauplätze so gut wie abgeschlossen.

Insgesamt umfasst der erste Abschnitt des Baugebiets Hofäcker 36 Bauplätze, von denen 24 im Eigentum der Gemeinde sind, die anderen in Privatbesitz. Gebaut werden auf diesen Flächen südlich der Hofackerstraße Einfamilien- und Doppelhäuser. Die Gemeinde hat für die Vergabe ihrer Plätze ein Punktesystem entwickelt, bei dem zum Beispiel der Ortsbezug, die familiäre Situation oder auch die aktuelle Wohnsituation eine Rolle spielen. Abgewickelt wurde das Verfahren durch Baupilot, einem Dienstleister, der damit der Verwaltung nicht nur Arbeit abnahm, sondern auch darauf achtete, dass rechtlich alles niet- und nagelfest ist.

Die vorhandenen Bauplätze sind zwischen 266 und gut 600 Quadratmeter groß und kosten je nach Lage 550 oder 580 Euro pro Quadratmeter. Bis auf drei sind alle auf der Baupilot-Plattform als reserviert gekennzeichnet, und auch für diese drei kann man sich nicht mehr bewerben, erklärt Lydia Haller, die Kämmerin der Gemeinde. Das Verfahren laufe, „das ist immer noch das Bewerberfeld vom Sommer“. Anfang des kommenden Jahres wolle man beginnen, Kaufverträge abzuschließen. Auf das Dutzend Bauplätze, die in Privatbesitz sind, hat die Gemeinde dagegen keinen Einfluss.

Die Erschließung des 2,2 Hektar großen Gebiets soll bis zum Jahresende fertig sein; die Straßen Lindenweg, Ahornweg und Buchenweg sind bereits gebaut. Einiger Aufwand wurde für die Entwässerung des Gebiets betrieben. Sein Grundwasserspiegel ist hoch, Hangwasser kann in der tiefen Lage ebenfalls zum Problem werden. Deshalb wurden Entwässerungsgräben und ein großes Regenrückhaltebecken angelegt, sodass Oberflächenwasser nur gedrosselt in den Talbach eingeleitet wird. Ein Erdwall bringt zusätzlichen Schutz.

Trotz der zusätzlichen Bewohner bleiben die Hofacker- und die Bachstraße als Hauptzubringer ins Gebiet noch deutlich unter der Belastung, die sie verkraften können: Das hat ein Ingenieurbüro errechnet. Das gilt auch dann noch, wenn Bauabschnitt 2, der die Lücke zur bestehenden Bebauung füllen wird, hinzukommt. Für den ersten Abschnitt gehen die Planer von 123 Einwohnern und 300 Pkw-Fahrten pro Tag aus, kommt der kleinere Abschnitt dazu, wären es rechnerisch insgesamt rund 160 Einwohner und 390 Fahrten pro Tag.

Wann dieser Teil 2 realisiert wird, sei derzeit allerdings noch unklar, sagt die Kämmerin – abhängig ist es in erster Linie von den Verhandlungen mit den Grundstückseignern. Der Vorlauf für Hofäcker 1 hat immerhin auch rund zwei Jahrzehnte lang gedauert und ging mit unzähligen Gesprächen, Verhandlungen und Zwangspausen einher.

Baulücken schließen

Wie überall in der Region ist in Hochdorf Wohnraum gefragt, vor allem von Menschen, die bereits in der Gemeinde wohnen. Deshalb wird versucht, die noch im Ortskern vorhandenen Baulücken zu schließen – viele sind es nicht. Die Hofäcker geben nun eine Antwort auf die starke Nachfrage nach Einfamilien- und Doppelhäusern, in den Obeswiesen, links am Ortsausgang Richtung Roßwälden gelegen, ist ein verdichteter Wohnungsbau mit Mietwohnungen geplant. Direkt daran anschließend im Bereich „Mittleres Feld“ sind gemischte und gewerbliche Bauplätze geplant.  aia / Foto: aia


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