Ein weicheres Bett für die Körsch

Umgestaltung in Denkendorf in vollem Gang – Danach wird Heinrich-Werner-Straße saniert – Hochwasserschutzwand kommt

Die Körsch bekommt in Denkendorf ein neues, naturnahes Bett. Das soll dem Hochwasserschutz sowie der Ökologie dienen. Nach der Umgestaltung wird auch noch die Heinrich-Werner-Straße umgestaltet. Das wird voraussichtlich bis in den Herbst andauern. Die Maßnahmen gehören zum Sanierungsprojekt Kloster/Körsch, das vom Land bezuschusst wird.

Im Bereich der Heinrich-Werner-Straße werden die Körsch und ihr Ufer auf einer Länge von rund 280 Metern naturnah umgestaltet. Die Bauarbeiten dazu sind in vollem Gange. Kürzlich wurde an einem Ufer eine Holzgrünschwelle – eine sogenannte Krainerwand –  als Böschungssicherung erstellt. Dabei werden Hölzer mehrlagig aufeinandergelegt und fest miteinander verbunden. Die Zwischenräume werden laut Mitteilung der Gemeinde mit „austriebsfähigen Busch- und Heckenlagen ausgelegt und mit Erdmaterial verfüllt“. Die naturnahen Materialien am Ufer  lösen die Steine ab. Die abgeflachten  Ufer und das Setzen von Steinen in den Bachlauf erhöhen  den Querschnitt des Bachs und verringern so die Fließgeschwindigkeit, erklärt Denkendorfs Ortsbaumeister Matthias Göser.

Ein befestigter Weg auf der Seite der Gartengrundstücke am Fluss wurde zurückgebaut, die für das flachere Ufer benötigten Flächen überließen die Grundstückeigentümer der Gemeinde im Rahmen einer Dienstbarkeit – das heißt, die Nutzung wurde gewährt, ohne dass die Gemeinde Flächen aufkaufen musste. Anstelle des befestigten Wegs wird auf  der gegenüberliegenden Seite ein Fußweg angelegt.  

 Die Arbeiten sollen laut Göser bis Ende Juli dieses Jahres beendet sein. Anschließend stehen die Sanierung der Heinrich-Werner-Straße und  der Wasserleitung an. Hierfür bleibt die Heinrich-Werner-Straße  voraussichtlich noch bis November gesperrt. Damit verschiebt sich auch die rund zweiwöchige Sperrung der Friedhofstraße voraussichtlich in den Herbst.

Die Sanierungsmaßnahme Kloster/Körsch wurde bereits im Jahr 2012 in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. In den vergangenen  Jahren liefen etliche Arbeiten in diesem Bereich. Im öffentlichen Raum sind dort insbesondere der Neubau der Kindertagesstätte im Maierhof, die Sanierung der unteren Friedhofstraße mit Mauer und die Umgestaltungsmaßnahmen am Klostersee und im Klosterhof zu nennen. Daneben wurden  mit 35 Grundstückseigentümern Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen.

Neben der Umgestaltung der Körsch im Bereich der Heinrich-Werner-Straße wird im Rahmen des Sanierungsgebiets auch die Verbesserung der Wegeverbindungen nach Westen in Richtung Naherholungsgebiet angestrebt. Zusätzliche Parkplätze soll es auch geben.

Die Baukosten für Körsch und Heinrich-Werner-Straße belaufen sich laut Göser auf rund eine Million Euro. Das Land fördert die Baukosten an der Körsch mit 85 Prozent, die Straßenbaukosten mit 60 Prozent.

Zwischenzeitlich  wurden weitere Flächen ins Sanierungsgebiet Kloster/Körsch aufgenommen. Das Land  hat erst kürzlich nach einem Antrag der Gemeinde seine Finanzhilfe  um 400 000 Euro erhöht. Dadurch erhöht sich das Landesbudget für das Sanierungsgebiet auf insgesamt 2,55 Millionen Euro, der Förderrahmen liegt damit  bei 4,25 Millionen Euro. 

Nach den Arbeiten an der Körsch   und der Heinrich-Werner-Straße wird auch noch eine Hochwasserschutzwand gebaut. Diese entsteht gegenüber der Heinrich-Werner-Straße entlang der Bebauung Kirchstraße 26 bis 28 in der Dorfwiese durch den Zweckverband Hochwasserschutz Körsch.  Die Wand wird etwa 270 000 Euro kosten und soll mit 67 Prozent Landeszuschüssen gefördert werden.  bob / Foto: bob


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