Frischzellenkur für den Bürgertreff

Denkendorfer Einrichtung soll nach der Modernisierung mehr Nutzern offenstehen

Jahrelang war der Denkendorfer Bürgertreff in der Friedrichstraße in einen Dornröschenschlaf versunken. Einst als „Altenbegegnungsstätte“ von der Gemeinde eingerichtet, wurde er zuletzt einmal in der Woche vom Seniorentreff und zweimal im Monat vom VdK-Ortsverband genutzt. Zu wenig, befand die Gemeinde. Doch vor einer häufigeren Belegung mussten die Räume modernisiert werden.

Inzwischen haben die Handwerker ganze Arbeit geleistet. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Prägte noch vor wenigen Monaten eine eher düstere Atmosphäre das Bild, sind die Räume jetzt hell, freundlich und einladend. Der Charme der 80er-Jahre mit viel dunklem Holz ist einem modernen Ambiente gewichen. Nach der Modernisierung soll die kommunale Einrichtung mehr Nutzern offenstehen. Schließlich liegt der Treffpunkt gut erreichbar und zentral in der Ortsmitte und verfügt über einen barrierefreien Zugang.

Rund 150 000 Euro hat sich die Gemeinde die Frischzellenkur für den Bürgertreff kosten lassen. An den niedrigen Decken konnte nichts geändert werden. Doch allein die Entfernung der dunklen Holzbalken und die weiße Wand- und Deckenfarbe hellen den Raum deutlich auf. Eine neue Beleuchtung trägt ebenfalls zur helleren Raumatmosphäre bei, und statt mit schweren Vorhängen wird jetzt bei Bedarf mit Jalousien abgedunkelt. Der überdimensionierte, den Raum beherrschende Thekenblock wurde verkleinert und versetzt, so entstand mehr Platz.

„Wir wollten eine zeitgemäße Einrichtung, aber zugleich den Charakter des Raums erhalten“, erklärt Bürgermeister Ralf Barth das Modernisierungskonzept. Deshalb blieb ein Teil der Holzvertäfelung der Wände bestehen. Die fest installierte Holzbank im Nebenraum wurde allerdings ausgebaut. Damit ist eine flexiblere Bestuhlung möglich. Die eher kompakten, schweren Tische und Stühle sind einer leichteren, modernen Möblierung gewichen. Jetzt bietet der Bürgertreff Platz für 54 Personen. Der rustikale Parkettfußboden wurde aufgearbeitet.

Die Gemeinde hat zudem in die Medienausstattung investiert. Über zwei große, fest in­stallierte Bildschirme können Präsentationen direkt vom Laptop an die Wand geworfen werden. Ein Beamer sei dadurch nicht mehr nötig, so Barth.

Auch wurden der Sanitärbereich  umgebaut und dessen Zugang verlegt. Dadurch entstanden mehr Raum für weitere Tische und ein freier Platz, wo etwa Rollatoren abgestellt werden können. Es gibt nun zwei Frauentoiletten, die Männertoilette dient zugleich als Behinderten-WC.

Künftig soll der Bürgertreff besser ausgelastet werden. Bedarf besteht. Im D-Punkt im Rathaus und im Generationentreff im Limburgweg sind die Kapazitäten häufig erschöpft. Neben den angestammten Nutzern sollen die Räume Vereinen und Organisationen aus dem Ort, Parteien, Wählervereinigungen und den Fraktionen des Gemeinderats offenstehen. Auch Veranstaltungen des Generationentreffs und der Bücherei könnten dort stattfinden. „Wir wünschen uns deutlich mehr Frequenz“, betont Barth.

Nicht an Privatpersonen

Vorrangig behandelt werden Seniorentreff, VdK, Bücherei und Generationentreff. Für sie bleibt die Nutzung komplett kostenfrei. Örtliche Vereine und Organisationen bezahlen eine Reinigungspauschale von 25 Euro. Sonstige Nutzer müssen zusätzlich ein Entgelt von 100 Euro berappen. Privatpersonen oder außerörtliche Vereine und Organisationen können den Bürgertreff aber nicht mieten. Dies sieht eine Benutzungsordnung vor, die der Gemeinderat allerdings erst noch absegnen muss.  urh / Foto: urh


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