Für Ohr und Auge

Konzerte, Installationen, Performances: Tonart-Festival  vom 16. bis 22. Januar in Esslingen

„Tonart – Esslingen Ears and Eyes“ nennt sich das Festival zeitaktueller Musik, das vom  16. bis 22. Januar  stattfindet und internationale Künstler in Esslinger Locations  lockt. In acht Veranstaltungen gibt es Kunstformen wie Konzerte, In­stallationen und Performances. Bei dem Zusammenspiel von Musik und visuellen Künsten steht besonders die junge Szene im Vordergrund.

Es ist die mittlerweile zwölfte Auflage des Festivals. „Der multimediale Aspekt  ist in den vergangenen Festivals zwar  immer wieder aufgetaucht, allerdings nicht schwerpunktmäßig wie dieses Mal“,  erklärt Albrecht Imbescheid, der künstlerische Leiter der  Tonart. Schon  1998, beim ersten Festival  unter dem  Motto „Musikalische Übergriffe“, sei der  Blick zu den benachbarten Künsten gegangen.

Das Festival startet am Donnerstag, 16. Januar, 20 Uhr, im Kulturzentrum Dieselstraße mit dem „Nadar Ensemble“ für Performance und zeitgenössische Musik  aus Belgien, das sein Programm „Doppelgänger“ präsentiert.  Im Mittelpunkt stehen Kompositionen der jüngsten Generation  unter Einbeziehung  neuester multimedialer Techniken, basierend auf dem im Jahr 1900 entstandenen experimentellen Film „L’homme orchestre“, der das Duplizieren thematisiert.

Am Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr, bespielt das „Ensemble mixed sound personell“ die Finissage der Ausstellung Hans Erich Slany in der Villa Merkel mit einem  Konzert, bei dem unter anderem Exponate als Musikinstrumente zum Klingen gebracht werden  – zum  Beispiel mit John Cages „Living-Room-Music“.

Das siebenköpfige, deutsch-isländische Ensemble „Adapter“ gestaltet das Konzert am Samstag, 25. Januar, 19 Uhr, im Münster St. Paul. Die Stücke  kommen aus der Komponistenklasse von  Arnulf Herrmann, dem Professor an der Hochschule für Musik in  Saarbrücken.  Farben sind das Thema des multimedialen Abends am Sonntag, 2. Februar, 17 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus am Blarerplatz. Das Tonart-Ensemble reflektiert Farben in Musik, Film und Improvisation. Musik und Farbe interagieren live.

Der Stummfilm  „Orlacs Hände“ aus dem Jahr  1924 gehört zu den Klassikern des Horrorfilms. Die digital restaurierte und neu vertonte Fassung wird am Sonntag, 9. Februar, 19 Uhr, im Kommunalen Kino  gezeigt. Die neue Musik zum Film stammt vom international gefragten Komponisten  und Dirigenten Johannes Kalitzke. Die Stadtkirche St. Dionys  ist am Samstag, 15. Februar, 19.30 Uhr, Schauplatz für „Ewige Wege“ im Rahmen der  Stunde der Kirchenmusik. Den visuellen Kontrapunkt setzen Objekte des Esslinger Künstlers Matthias Kunisch und eine Tanzperformance. In loser Fortsetzung der „Ewigen Wege“  greift  die Veranstaltung am Sonntag, 16. Februar, 17 Uhr, in der Villa Nagel Themen wie Erinnerung, Bewusstsein und Wahrnehmung auf. An diesem Abend tritt das  Objekt „Kubus“ des Künstlers Kunisch in Wechselwirkung mit Klanginstallationen von Christian Pfeiffer. Die Villa Nagel wird bereits im Vorfeld geöffnet sein: Die Besucher sollen so Einblicke in die  Zusammenarbeit  der Künstler, die Entstehung von Kompositionen und Installationen gewinnen.

Das Abschlusskonzert von „Ears and Eyes“ findet am Samstag, 22. Februar, 20 Uhr, im Kulturzentrum Dieselstraße statt. Das Spannungsfeld von Musik und Bild steht dabei im Vordergrund. Die Tonart-Mitglieder Felix Muntwiler und Klaus Dreher sind  mit eigenen Werken beteiligt.  bob / Foto: Alicja Wroblewska

Info: Tonart-Karten kosten zwischen fünf und 18 Euro, einige Veranstaltungen sind frei. Vorverkauf für Veranstaltungen in der Dieselstraße:  www.dieselstrasse.de; im Kommunalen Kino  Telefon: 07 11/ 31 05 95 10, www.koki-es.de oder an der Kinokasse; für die Villa Nagel unter tonart-esslingen@t-online.de (www.tonart-esslingen.de).  


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