Geschichtsträchtig

Staatliche Schlösser und Gärten wollen Burg Hohenneuffen besser vermarkten

Hoch oben über dem Neuffener Tal thront sie: die Festung Hohenneuffen. Die Landesfestung der Württemberger ist wahrlich ein geschichtsträchtiger Ort. Nun wollen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg die imposante Burg als Ausflugsdestination noch besser vermarkten.

Seit Anfang April untersteht die Festung am Albtrauf der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG). Und dort hat man große Pläne für die Burgruine. Mit einem überarbeiteten und erweiterten Programm möchten Geschäftsführer Michael Hörrmann und sein Team möglichst vielen Menschen zeigen, dass der Hohenneuffen mehr zu bieten hat als eine traumhafte Sicht auf das Umland bis hinunter nach Stuttgart. „Wir müssen neue Besuchsanlässe schaffen, die es für viele Menschen immer wieder attraktiv machen, diesen Ort immer wieder zu besuchen“, erläutert er.

Potenzial dürfte genug vorhanden sein: Die mächtige Festung hat mehr als 800 Jahre wechselvoller Geschichte zu bieten. Sie diente dem Haus Württemberg als Residenz und trotzte erfolgreich allen Erstürmungsversuchen. Auch in der jüngeren Landesgeschichte spielt die Festung eine wichtige Rolle: Dort tagte die Dreiländerkonferenz, bei der die Gründung Baden-Württembergs 1948 besiegelt wurde.

Bei der Ausarbeitung neuer Angebote will die SSG behutsam vorgehen. „Die Entwicklung soll maßgerecht und nachhaltig sein“, betont Hörrmann. Dabei setzt die Verwaltung besonders auf ein gutes Verhältnis und eine gute Zusammenarbeit mit dem Pächterpaar Axel und Erika Vetter. Bestehende Angebote sollen nicht gekippt werden.

Konkret plant die SSG unter anderem neue Informationsstationen auf dem Gelände der Festung. Die erhalten gebliebenen barocken Erdbefestigungen sollen wieder sichtbar und erlebbar gemacht werden. Weiter soll eine bessere Beschreibung der Anlage erscheinen, ebenso ein Kurzführer. Zudem soll das Angebot an Führungen ausgebaut werden.

Auch der Veranstaltungskalender soll wachsen. Eine Wiederbelebung des Mittelalter-Marktes auf der Festung schließt Janna Almeida, die zuständige Leiterin der Klosterverwaltung Bebenhausen, aus Sicherheitsgründen jedoch aus. „Die eingeschränkten Zugangswege machen es unmöglich, beim Hohenneuffen an Großereignisse zu denken“, erklärt sie. „Wir werden unsere Programme daher eher nach der Maxime ‚klein, aber fein‘ entwickeln“, sagt die Verwalterin.
mo / Foto: Mende

 

Info: Mehr zum Hohenneuffen findet sich unter www.festungsruine-hohenneuffen.de.


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