Katzen, Küchen, Kunst

Kalender als feste Begleiter durchs Jahr – 2016 wird ein Schaltjahr

In der schnelllebigen und digital dominierten Zeit gibt es immer noch Beständiges: Kalender aus Papier sind nach wie vor sehr gefragt. Das Angebot ist vielfältig und bedient fast alle Lebensbereiche. Renner sind Kalender mit Tiermotiven, aus den Bereichen der Küche und der Kunst.

Wer braucht in Zeiten von Smartphone- und Outlook-Kalender noch bedrucktes Papier mit Kalendarium, dazu wahlweise das Bild eines idyllischen Sonnenuntergangs oder einen vielsagenden Sinnspruch? Und vor allem: wozu? „Ein Kalender ist mehr als nur zwölf Bilder mit einer Zahlenleiste“, sagt Anette Philippen, Sprecherin der Interessengruppe Kalender beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Für viele Menschen ist der Kalender nicht nur Geschenk-, sondern auch Deko-Artikel. Außerdem seien viele Käufer „Wiederholungstäter“, die in jedem Jahr das gleiche Produkt kaufen – und es an den immer gleichen Platz hängen. Wie die ältere Frau, die sich von ihren Kindern jedes Jahr den aktuellen Literarischen Katzenkalender zu Weihnachten wünscht. „Tiere und Kunst sind als Kalendermotive sehr beliebt, außerdem Küchenkalender und die sogenannten Lebensfreude-Kalender“, sagt Gudrun Schrof, Buchhändlerin bei H. Th. Schmidt in Esslingen, die in der Abteilung Jugendbuch und Kalender arbeitet. Gerne griffen die Menschen auch zu den „Sehnsuchtskalendern“: Dort werden Traumziele wie Paris, die Alpen oder die Südsee in Schmuckbildern vorgestellt – 53 Profifotos für jede Woche im Jahr.

Aktuelle Themen finden sich auch: Im nächsten Jahr werden deshalb auch Szenen aus Star Wars an den Wänden hängen, im ablaufenden Jahr waren es die Minions. Und wer seinen Wunschkalender für das Jahr 2017 sucht, sollte sich schon im Sommer umsehen. Denn bereits im Juni ordern die Buchhandlungen die neuen Exemplare, ab September kommt der Verkauf richtig in Schwung. Und zum Jahreswechsel muss der Kunde dann nehmen, was noch vorrätig ist.

Das kommende Jahr hat einen Tag mehr, denn 2016 ist ein Schaltjahr. Das heißt, in diesem Jahr hat der Monat Februar 29 Tage. Alle vier Jahre bringt der als Geburtstag ungeliebte Zusatztag den Jahreslauf wieder ins Lot. Die Erde benötigt 365,242199 Tage, um die Sonne einmal zu umkreisen.

Der gregorianische Kalender mit seinen zwölf Monaten und den 365 Tagen kann diese Zeit jedoch nicht exakt abbilden. Die Stellen hinterm Komma sorgen dafür, dass das Kalenderjahr länger dauert als das sogenannte tropische Jahr. Der Zusatztag alle vier Jahre fängt die überschüssige Zeit auf und gleicht so diese Unschärfe wieder aus.        bob / Foto: dpa


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.