Natur und Kultur: Landkreis präsentiert sich auf der CMT– Neue Tourismusbeauftragte



Noch bis zum 20. Januar präsentiert die Tourismusmesse CMT mit mehr als 2200 Ausstellern aus mehr als 100 Ländern Reiseziele und Freizeitmöglichkeiten. Mit dabei ist auch immer der Landkreis Esslingen, der seine vielfältigen Möglichkeiten, Freizeit zu verbringen, in die Waagschale wirft.
Mehr Touristen
Steigende Besucherzahlen zeigen, dass der Kreis Naturliebhaber und Kulturinteressierte verstärkt anspricht: Wie Marion Leuze-Mohr, Erste Landesbeamtin des Landkreises, erklärte, stieg die Zahl der Übernachtungen von Urlaubern im ersten Halbjahr 2018 um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 805 960 an. „Die Schwäbische Alb hat damit die höchste Tourismussteigerung in ganz Baden-Württemberg“, sagte sie. Sie sieht den Grund für die positive Entwicklung auch im Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem habe die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden und dem Biosphärengebiet Synergieeffekte gebracht.
Hochgehen, runterkommen, lautet das Motto des Projekts „Hochgehberge“, in dem die Landkreise Esslingen und Reutlingen, das Biosphärengebiet, die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb und 18 Kommunen ein Konzept für 21 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 170 Kilometern auf der Alb entwickeln. Sechs der Wege sind bereits ausgeschildert und vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert, bis zum Sommer sollen auch die anderen das Prädikat „Premiumwanderweg“ erhalten. Zwei der neuen Wege liegen auf den Gemarkungen von Beuren, Erkenbrechtsweiler und Neuffen.
Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist seit zehn Jahren von der UNESCO anerkannt. Dies wird im Lauf des Jahres mit zehn Veranstaltungen gewürdigt, zwei davon finden im Kreis Esslingen statt. Im Mai startet auf dem Hohenneuffen das Projekt „Hochgehberge“ mit einem Fest. Im November wird bei einem Alb-Symposium in Lenningen „unsere besondere Verantwortung für Naturschutz, nachhaltigen Tourismus und Regionalentwicklung“ diskutiert, sagte Roland Heidelberg von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets.
Die Gemeinde Beuren steht gut da: Die Kooperationen, auch mit dem Freilichtmuseum, und die Einbindung der Panorama-Therme in das Tourismuskonzept hätten „nachhaltige Entwicklungen“ für Beuren gebracht, sagte Bürgermeister Daniel Gluiber. Derzeit arbeitet man an einer Machbarkeitsstudie für ein Hotel und Wohnmobil-Stellplätze nahe der Therme.
Neues Gebäude
Mit zusätzlichen Attraktionen will das Freilichtmuseum Beuren weitere Besucher interessieren. Für März ist die Eröffnung des Gartensaals aus Geislingen mit Erlebnis- und Genusszentrum für alte Sorten geplant. Mit dem Gartensaal kommt das 25. Originalgebäude ins Museumsdorf.
Die Städte im Kreis präsentieren sich auf der CMT wieder unter dem Dach der Region Stuttgart. Plochingen stellt das 25-jährige Bestehen der Wohnanlage unterm Regenturm, genannt Hundertwasserhaus, mit Führungen, Vorträgen und weiteren Kulturveranstaltungen in den Vordergrund. Esslingen bewirbt mehr als 40 verschiedene Stadtführungen, eine davon die Nachtwächter-Führung, die Wolfgang Gorazdza durchführt.
Thema Literatur
Leinfelden-Echterdingen hat einen neu überarbeiteten Gästeführer zum Siebenmühlental herausgegeben, Filderstadt stellt sich als Musical- und Wellnessstadt vor, ebenso wie Wernau, wo auf das Quadrium verwiesen wird. Die Stadt Kirchheim setzt auf literarische Führungen. Tourismusbeauftragte Heike Büttner verweist auch auf die neu aufgelegte Postkartenserie, die auf verschiedene Attraktionen hinweist und auf deren Webseiten lotst. Die Stadt Nürtingen widmet sich in ihrem Führungsprogramm der Literatur, speziell dem Dichter Hölderlin. Auch die noch laufende Playmobilausstellung wird beworben.
Erster Auftritt
Ihr Arbeitsbeginn ist zwar erst am 1. Februar, die künftige Tourismusbeauftragte des Landkreises hat aber die CMT genutzt, um sich vorzustellen: Isabel Urich, 27 Jahre alt, studierte Tourismusmanagerin, stammt aus Neustadt in der Pfalz, zieht es als Nachfolgerin von Tanja Gems an den Neckar, weil sie die Vielfalt im Landkreis reizt: „Hier haben wir Großstädtisches und Natur auf engem Raum beieinander“, sagt sie, die auch die „langfristige Perspektive im erfolgreichen Landkreis“ gerne angeht. Tanja Gems hingegen bleibt dem Kreis erhalten: Sie ist jetzt Projektleiterin im Biosphärengebiet. pst/bob / Fotos: oben bob, Mitte bob, unten pst
Info: CMT bis 20. Januar Messe Stuttgart, geöffnet: Montag bis Freitag ab 10 Uhr, Samstag und Sonntag ab 9 Uhr, Tageskarte ab 13 Euro, Familienkarte ab 28 Euro, Dauerkarte ab 40 Euro, Happy Hour ab 15 Uhr: 7,50 Euro. Mehr unter: www.messe-stuttgart.de.