Kulturveranstalter senden Alarmsignal

Mit der „Night of Light“ wird auf die prekäre Lage während der  Corona-Krise aufmerksam gemacht

Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend der vergangenen Woche auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen. Dafür wurden in zahlreichen Städten wichtige Bauwerke in rotes Licht getaucht. „Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, hieß es zur Begründung. Deutschlandweit wurden zahlreiche Gebäude angestrahlt, in Berlin etwa das Maxim Gorki Theater oder das Brandenburger Tor. Im Land  Baden-Württemberg   und auch im Landkreis Esslingen gab es eine breite Resonanz. So wurde etwa die SAP-Arena in Mannheim in rotes Licht getaucht, auch Stuttgart, Ulm, Karlsruhe und Heidelberg beteiligten sich an der Aktion. In Esslingen wurden das Neckar Forum, das Komma, das Dick, Kultur am Rande, der Dicke Turm und das Kunstdruck Central Theater angestrahlt. Auch  das Naturtheater Grötzingen, das Alte Rathaus in Wernau, das Jugendhaus Köngen, das „3K“ in Kirchheim und die Firma Fohhn im Nürtinger Gewerbegebiet „Großer Forst“ machten mit.

Arbeitsgrundlage entzogen

 Auf der Internetseite der Veranstalter waren bundesweit und im angrenzenden Ausland rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt wurden.  Beteiligt haben sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher und Tagungshotels.

Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, hatten die Organisatoren rund um den Essener Eventlocation-Betreiber Tom Koperek im Vorfeld berichtet. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Dagegen setzten die Betroffenen „ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung unserer Branche“, statt der existierenden Kredit-Programme sei „echte Hilfe“ nötig.  dpa/red / Foto: bul


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