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Die Lufthansa-Piloten streiken, die Lokomotivführer der Bahn
drohen damit – mal wieder. Haben Sie Verständnis, wenn derlei
Spartengewerkschaften Verkehrshindernisse aufbauen, um ihre
Interessen durchzusetzen?

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Neues Klangerlebnis

Erstes Konzert im Esslinger Jazzkeller nach Sanierung am 26. September


Fast acht Monate wurde gearbeitet, die Planungen laufen schon seit Mitte des vergangenen Jahres: Am Freitag öffnet nun der Jazzkeller in der Esslinger Altstadt nach der Sanierung wieder seine Pforte und präsentiert sich als runderneuertes aber nach wie vor traditionelles Domizil für Jazzmusiker und Jazzliebhaber.

Das letzte Konzert im „alten“ Jazzkeller fand im Januar statt, dann gingen die Veranstalter in die ver­längerte Pause und nutzten die musikfreie Zeit, um auszumisten, umzubauen und zu renovieren. Vor Kurzem hat sich der Club erstmals runderneuert gezeigt: Die Bühne befindet sich nun an der Stirnseite des Raums. „Die Musiker spielen jetzt in den Raum hinein“, wie Barbara Antonin von der Jazzkellergemeinschaft sagt. Die Zuschauer haben nun mehr Raum bei gleichbleibender Platzzahl, vermehrt können nun bequeme Stühle mit Lehne aufgestellt werden. Eine neue Garderobe wurde eingerichtet, so dass die Musiker eine Rückzugsmöglichkeit haben und an der Bar gibt es jetzt fließend Wasser. Der Umbau hat auch eine ästhetische Komponente: „Das alte Gewölbe kommt jetzt deutlich mehr zur Geltung, das lieben unsere Musiker und auch unsere Besucher“, sagt Antonin. Ausschlaggebend für die Sanierung war aber weniger der Anspruch auf eine ansprechendere Gestaltung, sondern eine technische Notwendigkeit.

Immer stärker hatte die Wand in Richtung Landolinsgasse unter eindringender Feuchtigkeit gelitten. Mit Schimmelbildung musste gerechnet werden. Gegen die Feuchtigkeit im Raum arbeitet nun ein spezielles Luftsystem mit zwei Entfeuchtungsgeräten an. Diese regulieren das im Raum vorhandene Nass, checken die für einen Gewölbekeller dieses Alters notwendige Feuchtigkeit und saugen weg, was darüber hinaus anfällt. Pumpen an der feuchten Wand sorgen schon seit Längerem dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit nach außen abgeleitet wird.

Rund 40 000 Euro hat der Umbau gekostet. Die Stadt Esslingen fördert ihn mit 30 000 Euro, verteilt auf zwei Jahre, die Zukunftsstiftung Heinz Weiler gibt 10 000 Euro dazu. Architekt Michael Ditttmer, Jazzfan und Liebhaber historischer Gemäuer, hat überdies ehrenamtlich gearbeitet. Noch sind nicht alle Wünsche erfüllt, wie Antonin sagt. „Eine neue Möblierung und eine aktualisierte Lichttechnik wären schön.“ Doch das muss nun erst einmal hintangestellt werden. Zum ersten Konzert im Esslinger neuen alten Jazzkeller wurde mit dem Johannes Mössinger NY Quartett „ein Leckerbissen an Land gezogen“. Auch die folgenden Konzerte mit den Moutin-Brüdern und dem Goldberg-Trio bezeichnet Antonin als „echte Highlights“.  Bob/Foto: bul

 

Info: Freitag, 26. September, 20.30 Uhr, Johannes Mössinger NY Quartett im Jazzkeller, Webergasse 22 in Esslingen (www.jazzkeller-esslingen.de).


Großeinsatz an trockenen Tagen

Die Ernte war wegen der Nässe schwierig – „Mit einem blauen Auge davongekommen“

Übervolle Äste, die manchmal unter dem Gewicht ihrer Früchte brechen: Die Streuobstwiesen erinnern dieses Jahr ans Schlaraffenland. Auch ansonsten sei die Landwirtschaft trotz der schwierigen Wetterverhältnisse mit einem blauen Auge davongekommen, sagen Bauern aus der Region. Zu schaffen machen ihnen aber die Preise, die auch aufgrund der Sanktionen gegen Russland im Keller sind.

Thomas Klein vom Erlenhof in Wernau nimmt die Wetterkapriolen mit Humor. „Das hat umgekehrt gepasst“, sagt er bezogen aufs Getreide: Nach der Aussaat blieb es lange zu trocken, dann regnete es viel zu viel. Dennoch ist Klein, der jedes Jahr 500 bis 600 Tonnen Gerste, Weizen und Triticale – eine Kreuzung aus Weizen und Roggen – für die Schweine und Pferde auf seinem Hof braucht, unterm Strich zufrieden. Zumal er die Ernte noch vor dem Beginn der Regenperiode und damit trocken genug für die Lagerung unter Dach und Fach hatte. Aktuell steht der Mais zur Ernte an und sehe gar nicht schlecht aus, erklärt der Wernauer Landwirt.

Auch bei Karl-Heinz Schaller auf dem Burghof in Neuhausen kam der Lohnunternehmer mit dem Mähdrescher rechtzeitig und brachte das Getreide trocken ein. Schaller kann sich also mit dem Verkauf Zeit lassen, denn „im Moment sind die Preise unten“. Nach seiner Erfahrung steigen sie aber in den kommenden Monaten wieder an. „Überraschenderweise war der Ertrag doch in Ordnung“, zieht er Bilanz.

Der Landkreis Esslingen sei „im Großen und Ganzen mit einem blauen Auge davongekommen“, meint Michael Zimmermann, der Landwirt auf dem Schlossgut Köngen und einer der beiden Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes ist. Bei Mais und Hackfrüchten habe die Witterung gepasst. Die Obsternte sei überall dort gut gewesen, wo Hagelschäden ausblieben. So zum Beispiel in Owen bei Obstbauer Tobias Schmid. Zwar hängen die Bäume im Tafelobstbau nicht gar so voll wie auf den Streuobstwiesen, sagt er, aber der Ertrag sei „relativ gut“ und der Geschmack „richtig gut“. Schmid baut gängige Sorten wie Elstar und Gala an. Die Niederschläge im Juli und August hätten den Äpfeln gut getan und noch mal einen Wachstumsschub bewirkt. Mit den Kirschen, noch vor der Nässeperiode geerntet, war er ebenfalls zufrieden. Hohe Erntemengen drücken allerdings den Preis, die Sanktionen gegen Russland kommen hinzu: Wenn Obst und Gemüse aus Polen und seinen europäischen Nachbarländern nicht mehr nach Russland exportiert werden darf, landet es auf dem hiesigen Markt und vergrößert das Angebot.

Die Gemüse- und Kartoffelbauern plagte auch der nasse Boden sehr. „Es war schon sehr, sehr beschwerlich“, sagt Lore Sohn vom Mettinger Gemüsehof. Blieb es zwischendrin mal drei Tage trocken, mussten alle verfügbaren Kräfte zur Ernte raus und vollen Einsatz bringen. Heilfroh sei man gewesen, als die Kartoffeln eingebracht waren. Die litten allerdings unter der Feuchtigkeit und hatten teilweise Faulstellen; andere Knollen hatten ein zweites Mal ausgetrieben. Da helfe nur radikales Aussortieren, sagt Sohn. Sie ist froh, dass keine Hagelschäden auftraten und dass Gemüse wie Brokkoli, Bohnen und Blumenkohl durchweg von sehr guter Qualität sei. Auch dem Sellerie mache Nässe nichts aus, bestätigt Karl Schumacher von den Wangerhöfen in Köngen, der sei eine „Wasserpflanze“. Bei der Ernte brauche man allerdings halbwegs trockenen Boden. Ausfälle hatte Schumacher wie viele andere beim Salat, der teilweise faulte. Dafür seien „die Kohlgemüse durch den vielen Regen sehr gut gewachsen“ – die Haupternte der lagerfähigen Herbstsorten beginnt jetzt.

Erntezeit ist auch für Kürbisse, die heuer „alle ein bisschen kleiner als letztes Jahr“ seien, so Michael Mimich von Henzlers Rammerthof in Nürtingen-Raidwangen. Offensichtlich hat ihnen die Wärme gefehlt.               Text/Foto: aia


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Schlafforscher mahnen, bei einem Schulstart um 8 Uhr oder früher
seien Kinder nur bedingt leistungsbereit. Müssen unsere Kinder
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Nadelöhr aufweiten

Ausbau der Verkehrsknoten zwischen B 10 und A 8 startet in Denkendorf


In den nächsten Jahren will die Landesregierung insgesamt sieben Kreuzungen an Verkehrsknotenpunkten zwischen der B 10 und der A 8 um- und ausbauen. Auf Denkendorfer Gemarkung, beim Autohaus Drechsler, ist kürzlich der Startschuss dazu gefallen. Derzeit wird dort die unterirdische Fußgängerquerung erweitert. „Diese Straße ist eine wichtige Verbindungs- und Zubringerstraße für Esslingen, Ostfildern und Denkendorf – und für alle Bürgerinnen und Bürger, die dort leben und arbeiten“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Spatenstich Mitte August.

Die Verkehrsachse zwischen dem Autobahnanschluss auf den Fildern und der B 10 im Neckartal ist seit langem stark belastet. So auch die Kreuzung der Landesstraßen 1200 und 1202 zwischen Denkendorf und Nellingen. Dort fahren nach Angaben von Projektleiter Frank Engelhart vom Baureferat Süd des Regierungspräsidiums Stuttgart rund 30 000 Autos täglich durch. Mit der Erweiterung des Festo-Stammsitzes in Berkheim wird der Verkehr auch dort noch zunehmen. Der soll dann mit dem Ausbau der Kreuzungen weniger ins Stocken geraten. Am L 1200/1202-Knoten sollen dafür je eine zusätzliche Spur in Richtung Esslingen und Autobahn sorgen. Beide zusätzlichen Spuren dienen lediglich zum Einfädeln und münden danach wieder in die jetzigen Richtungsspuren.

Einen beschleunigten Durchfluss des Verkehrs versprechen sich die Planer auch vom Wegfall der Fußgängerampel, da Radfahrer und Fußgänger die Kreuzung nach dem Umbau nur noch unterirdisch queren. In etwa zehn Wochen werden dann Verkehrsinseln für die neuen Spuren zurückgebaut. Dabei wird die alte, technisch überholte Ampelanlage abgebaut; den Verkehr regelt zunächst ein Provisorium, bevor zum Ende der Bauzeit eine moderne LED-Anlage die Ampel schaltet. Das Projekt „Drechsler-Kreuzung“ ist auf eine Bauzeit von insgesamt neun Monaten angelegt, unterteilt in acht Bauphasen.

Die reine Bauzeit ist laut Engelhart zwar kürzer, jedoch müssen die Bauherren auf verkehrsarme Zeiten
ausweichen, um den überlasteten Knoten nicht über Gebühr zu strapazieren. Asphaltarbeiten laufen in den Osterferien. Engelhart weiß, dass es zu erheblichen Behinderungen kommen wird. „Wir werden das beobachten und gegebenenfalls über Umleitungsstrecken nachdenken“, versichert er. Im Fokus liegt dabei die alte Körschtal­straße, die seit der Einweihung des Viadukts nur noch zeitlich begrenzt befahren wird.

Der Umbau der „Drechsler-Kreuzung“ kostet 1,1 Millionen Euro, die vom Land getragen werden. In einem nächsten Schritt sind ab dem Jahr 2016 die sogenannte Festo-Kreuzung und die Kreuzung an der Nellinger Linde an der Reihe. Die Arbeiten an allen sieben Knoten sollen 8,2 Millionen Euro kosten. Alle Knoten sollen bis 2018 erweitert sein – dann will Festo sein neues Technologiezentrum eröffnen, nachdem wohl bereits im kommenden Jahr die Mitarbeiter ins Verwaltungshochhaus eingezogen sind.                bob / Foto: bul


Sporthalle wird Flüchtlingsunterkunft

Der Landkreis Esslingen bringt im Notquartier am Berufsschulzentrum Zell 105 Asylbewerber unter


Die Not ist groß. Mehr als 50 Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks weltweit auf der Flucht – so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Und auch die Not des Landkreises Esslingen scheint groß, einen Teil der nach Deutschland strömenden Hilfesuchenden unterzubringen. Nun wurde am Berufsschulzentrum in Esslingen-Zell eine kreiseigene Sporthalle in ein Notquartier für Flüchtlinge umgewandelt. Der Kreis Esslingen ist damit der erste Landkreis in Baden-Württemberg, der zu solch einem Schritt greift. „Das ist keine ideale Unterbringung“, räumt Thomas Eberhard, der Dezernent für Infrastruktur im Landratsamt, ein. Doch es fehle in dem hiesigen, hoch verdichteten Raum an Wohnungen. Gerade der soziale Wohnungsmarkt sei leer gefegt. Um die bis Jahresende erwarteten 1900 Flüchtlinge unterzubringen, fehlen noch weitere 300 Plätze – trotz der Bemühungen von Landkreis und Kommunen und des Heranziehens fünf weiterer Unterkünfte bis Ende 2014. Und so kann es sein, dass zwei weitere landkreiseigene Sporthallen in Nürtingen und Kirchheim noch umgebaut werden. Auf Basis der derzeitigen monatlichen Zuweisungsquote geht der Landkreis laut Sozialdezernentin Katharina Kiewel bis Ende kommenden Jahres von 3500 Flüchtlingen aus, die unterzubringen sind: „Das wäre eine Verzehnfachung der Kapazität innerhalb von nur fünf Jahren.“ Die unterzubringen sei „nahezu nicht realistisch“, sagt Eberhard.

In der Zeller Sporthalle werden 105 Flüchtlinge untergebracht – ausschließlich Männer. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch weniger Konflikte. Aufgeteilt werden sie auf 15 Quadratmeter große, nach oben offene Drei-Bett-Kabinen, die mit beschichteten Spanplatten abgetrennt sind. Kühlschränke sind in den Zimmern, die vorhandenen sanitären Anlagen werden genutzt. In der ehemaligen Gymnastikhalle wurden zehn Kochstellen mit Herd, Arbeitsplatte und Spüle eingerichtet. Derzeit sind etwa die Hälfte der Plätze belegt, die Flüchtlinge kommen bislang vor allem aus Syrien, auch aus Gambia, Eritrea und Pakistan. Der große Teil der Männer sind Muslime. In diesen Tagen werden weitere Flüchtlinge erwartet.

Und in den kommenden Monaten werden weitere kommen. Deshalb ist sich Eberhard mit Landrat Heinz Eininger einig, dass die Möglichkeit geschaffen werden müsse, auch in Gewerbegebieten Asylbewerberunterkünfte zu realisieren. Das bedarf aber einer Baurechtsänderung. Dies hat Eininger kürzlich bei einem Besuch bei Integrationsministerin Bilkay Öney vorgebracht. Dort forderte er auch eine Personalaufstockung zur Beschleunigung der Asylverfahren, ein Ende der „ungebremsten“ Verteilung auf die Landkreise und die Einstufung Bosnien-Herzegovinas, Mazedoniens und Serbiens als sichere Herkunftsländer, damit Asylbewerber von dort abgeschoben werden können. Letzteres weisen die Grünen-Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr und Andreas Schwarz zurück: Dadurch kämen „nicht weniger Flüchtlinge bei uns an“. Erfreut wird Eininger zur Kenntnis nehmen, dass das Land in der Zollernalb-Kaserne bei Meßstetten eine Erst
aufnahmestelle für Asylbewerber einrichten will, die Kreise und Kommunen entlasten kann.

Auch bei den rund 12 600 Euro, die für die Betreuung eines Flüchtlings im Jahr zugewiesen werden, fordert Eberhard Korrekturen. Die Kostenpauschale berücksichtige die unterschiedlichen Unterbringungskosten, das Gefälle von Ballungszentrum zur ländlichen Region nicht ausreichend. Lindlohr und Schwarz wiederum verweisen darauf, dass die Pauschale um 60 Prozent höher sei als im Jahr 2004. Einig sind sich Landrat und die Grünen-Abgeordneten, dass Flüchtlinge schneller eine Arbeitserlaubnis bekommen sollten.

Die Betreuung der Flüchtlinge wird in Zell von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) übernommen. Zwei hauptamtliche Sozialarbeiter werden sich um die Belange der Flüchtlinge in der Sporthalle kümmern. Eine mit Spenden gefütterte Kleiderkammer werde gebraucht, auch Fahrräder für die Männer seien wünschenswert, sagt Julie Hoffmann, die Leiterin des AWO-Sozialdienstes. „An dieser Halle lernen wir alle“, fügt sie hinzu. In mehreren Gemeinden haben sich zudem Asyl-Freundeskreise mit mehreren hundert Ehrenamtlichen gebildet. Deren Arbeit nennt Kiewel „sehr beachtlich“.

Mit der Zeller gibt es derzeit 35 Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis. Wie schwierig es ist, neue Standorte auszuweisen, zeigt sich in Wendlingen. Im Gewerbegebiet in Bodelshofen scheitert die Unterbringung von 50 Flüchtlingen bislang an vom Verwaltungsgerichtshof gemachten baurechtlichen Vorgaben. In Wendlingen wurde deshalb die Änderung des Bebauungsplans eingeleitet. Bei den 80, in modularer Containerbauweise geplanten Plätzen auf dem Wendlinger Park-and-ride-Platz wurden aus der Nachbarschaft Bedenken und Vorschläge geäußert. Die daraufhin veränderten Pläne harren der Genehmigung.

Trotz der Probleme: Dass Deutschland Flüchtlingen helfen muss, daran lassen die Verantwortlichen keinen Zweifel. „Finanzielle Aspekte treten erst mal zurück“, sagt Eberhard. Thomas Fischle, der als Leiter der Käthe-Kollwitz-Schule im Zeller Berufsschulzentrum etliche Sportstunden ausfallen lassen muss, sagt: „Wir sehen die Notsituation dieser Menschen.“  Ch/Foto: bul


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Die Amtszeit von Joachim Gauck ist zur Hälfte vorüber.
Sind Sie nach zweieinhalb Jahren mit Arbeit, Auftreten
und Reden des Bundespräsidenten zufrieden?

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Tennis, Segway, Schlemmerfreuden

Gewinner des ECHO-Krimirätsels treffen sich zum Sport- und Freizeittag beim TC Esslingen

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen, gut gelaunte Menschen: Bessere Rahmenbedingungen hätte der Sport- und Freizeittag beim Tennisclub Esslingen gar nicht haben können. Tennis spielen, Segway fahren und anschließend italienisch essen – das war der exklusive Preis für die Gewinner des ECHO-Krimirätsels am vergangenen Sonntag. Schließlich hatten alle richtig recherchiert: Peter Saar, der vorgab Hallenschuhe für die Sandplatzhalle zu benutzen,  war der Täter.

Ihnen standen gleich drei kompetente Partner gegenüber: Steffen Herm, der Cheftrainer des TC Esslingen, der die Gruppe ins Tennis einwies, Gordon Motzkus, der den Männern und Frauen zeigte, wie man die Segways fährt und zu guter Letzt Michele Castellana, der die  Gäste zum Schlemmen auf italienische Art einlud.

Zunächst ging es auf den roten Sand. Trainer Steffen Herm verteilte die Schläger. Schnell waren die Grundbegriffe erklärt: Wie hält man den Schläger bei der Vorhand? Wo ist der richtige Treffpunkt des Balls? Herm spielte Bälle zu, korrigierte, feuerte an und lobte. Nach der ersten Einweisung spielten Paare schon selbstständig auf den benachbarten Plätzen. Nicht jeder Ball ging ins Feld, mancher blieb am Netz hängen. Bälle flogen hin und her, die Tennisneulinge gaben ihr Bestes. „Puh, das ist anstrengend, macht aber Spaß“, fand Ingrid Kornmann und lief auf die nächste Vorhand zu. Maria und Matthias Pallinger hatten sich auf Platz eins eingerichtet. „Es ist erst das dritte Mal, dass ich Tennis spiele, und schon klappt es so gut“, freute sich Maria Pallinger, die lange Handball gespielt hatte.

Krimi-Rätsel-Gewinner Markus Meyerle und Gabriela Dukaric sind seit langem Stammgäste bei Michele Castellana. Und beim Spielen  kamen sie schnell ins Grübeln, warum sie nicht längst schon mal Tennis ausprobiert  haben. „Zeit für eine Pause“ fand derweil Renate Ruoff und ließ sich von Gordon Motzkus, dem Inhaber der Firma SEG EVENTS in Esslingen, in die Fortbewegung mit dem Segway einweisen. Das war schnell geschehen, denn Segwayfahren ist nicht besonders schwer. Die Bewegungen des Oberkörpers bestimmen Geschwindigkeit und Richtung des Fahrzeugs. Nach einigen Versuchen fühlten sich die Fahrer sicher, legten sich in die Kurven und bretterten munter drauflos.

Nachdem der Weg entlang der Halle nicht mehr spannend genug war, „enterten“ ein paar Fahrer sogar die Sandplätze und prompt entstand ein neuer Sport: Gordon Motzkus und Steffen Herm übten sich im Segway-Tennis, Matthias Pallinger spielte ihnen die Bälle zu.

Nach Sport, Spiel und Bewegung  stand den Gästen der Sinn nach Essen und Trinken – das ist das Metier vom Michele Castellana. Der Wirt des TCE-Restaurants hatte für seine Gäste einen Begrüßungs-Prosecco vorbereitet, bevor es ans Menü ging.

Gegrilltes Gemüse, knusprige Bruschetta, herzhafte Salami und Schinkenscheiben füllten den leckeren Vorspeisenteller, dem das Hauptgericht, Filetto caprese, folgte. Den Abschluss bildete Pannacotta, eine cremige Nachspeise mit fruchtiger Soße, stilvoll serviert in kleinen Gläsern. Ingrid und Peter Kornmann, Markus Meyerle und Gabriela Dukaric, Maria und Matthias Pallinger sowie Renate und Dieter Ruoff saßen noch lange im Restaurant La Famiglia zusammen und ließen den Tag Revue passieren.             Text/Foto: bob


Abgestimmt

Bundestrainer Joachim Löw hat Thomas Schneider zum
Co-Trainer ernannt. Der 41-Jährige war Jugendtrainer beim
VfB Stuttgart, scheiterte aber als Coach der Profi-Mannschaft.
Ist er der richtige Mann an Löws Seite?

Foto: rr

Der richtige Mann?

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Wohnungen fehlen

Online-Portal hilft Studenten bei der Suche – Begehrte Privatzimmer

In wenigen Wochen beginnt das neue Semester an den Hochschulen in Esslingen und in Nürtingen. Rund 5000 Studenten nehmen ab 6. Oktober an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen ihr Studium auf. An der Hochschule in Esslingen sind es etwa 6000, die ab 29. September in die Hörsäle streben. Cornelia Bethge, die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing an der Hochschule Esslingen, rechnet mit etwa 1000 neuen Studenten. Auch wenn die jungen Leute an den Hochschulen im Kreis unterschiedliche Fächer belegt haben, eint sie meist eine Frage: Wo werde ich wohnen? Wohnraum für Studierende in Ballungsräumen wie dem Stuttgarter ist knapp bemessen. Und teuer. Das Studierendenwerk Stuttgart, das die Wohnungssuchenden der Esslinger Hochschule betreut, hat im August 2013 ein Online-Bewerbungsverfahren für Wohnungssuchende installiert. Seit April steht auch die Online-Plattform für Privatzimmer zur Verfügung. Studenten können ihre Wünsche nach Größe, Preis und Standort eingeben – im System wird der Antrag bearbeitet.

„Der Vorteil an dem Verfahren ist, dass die Studierenden schnell eine Rückmeldung darüber haben, ob sie nun ein Zimmer haben oder nicht“, erklärt Melanie Westphal, die Leiterin der Abteilung Marketing beim Studierendenwerk. „Da viele Studierende aus dem Umland kommen, können sie warten, bis sie etwas finden.“ Ausländer haben aber besondere Präferenzen. In Esslingen hat sich das Wohnangebot für Studenten seit der Eröffnung des neuen Wohnhauses am Rossneckar im Oktober 2013 etwas vergrößert. „Die 170 Einzelzimmer der Wohnanlage tragen wesentlich zur Entspannung bei“, sagt Westphal. Dennoch: Nicht alle Studenten haben das sprichwörtliche Dach über dem Kopf: Derzeit sind in Esslingen inklusive dem Standort Göppingen 74 Bewerbungen offen – dem gegenüber stehen 14 freie Wohnplätze. Für das Jahr 2016 ist eine weitere Wohnanlage am Rossneckar mit mindestens 130 Wohnplätzen in Planung.

Die Wohnheime in Nürtingen mit 302 Plätzen sind belegt. 85 junge Männer und Frauen stehen dort noch auf der Warteliste. „Wir gehen davon aus, dass diese Studenten auf dem privaten Wohnungsmarkt fündig werden“, sagt Nicole Lang, die Pressesprecherin des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, das Nürtingen betreut. Auch die Nürtinger Studenten können sich online um Privatzimmer bewerben. Wie im Stuttgarter Studierendenwerk auch, werden Makler dort nicht zugelassen.

Die Zahl der Studenten hat seit dem Jahr 2012, als die ersten Absolventen des achtjährigen Gymnasiums an die Hochschulen strebten, zugenommen. Seitdem bewegen sich die Zahlen auf konstant hohem Niveau. „Den Höhepunkt erwarten wir in den Jahren 2015/2016“, sagt Lang. Der Bau weiterer Wohnheime für Studenten tue also not.                bob/Foto: Renner

Info: für Nürtingen: www.my-stuwe.de, für Esslingen: www.studierendenwerk-stuttgart.de.