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Aufsteiger VfB Stuttgart ist mit einer jungen Mannschaft und einer 2:3-Heimniederlage gegen Freiburg in die Bundesliga-Saison gestartet. Ist der VfB erstligatauglich?

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Ist der VfB erstligatauglich?

Ergebnis

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Wohnungen statt Klassenzimmer

Die ehemalige Brunnenschule in Reichenbach wird umgebaut – Auch im Umfeld tut sich was

Die Reichenbacher Brunnenschule ist ein Stück Ortsgeschichte. Dem Gemeinderat und vielen anderen Bürgern, war wichtig, dass der markante Backsteinbau erhalten bleibt, auch nachdem er als Schule ausgedient hat. Der Investor Pro-Contact wird nun das ehemalige Schulhaus zu Wohnungen umbauen.

Erbaut wurde das prägende Gebäude am Brunnenplatz 1897 als Volksschule, später war dort die Realschule zu Hause. Als diese 1976 ins Schulzentrum Brühl umzog, entstand eine zweizügige reine Grundschule, die Brunnenschule. Sie hat 2004 ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Schuljahr 2016/2017 fusionierte sie mit der Lützelbachschule und zog in deren Gebäude ein.

Für eine Nachnutzung des leer stehenden Schulhauses wurden schnell Ideen und Wünsche laut. So stand unter anderem eine öffentliche Nutzung, beispielsweise für Vereine oder Bildungsangebote, zur Diskussion. Schließlich haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in diesem Haus die Schulbank gedrückt.

Ein Gutachten, das die Gemeinde beauftragte, brachte dann Ernüchterung: Aufwand und Kosten für einen Umbau wären hoch gewesen, denn bei öffentlicher Nutzung gelten hohe Anforderungen an den Brandschutz oder auch die Barrierefreiheit. Sanierungsbedarf machten die Gutachter ebenfalls aus: Eine Dachdämmung, neue Fenster, eine neue Heizungsanlage samt Warmwasserbereitung, Trittschalldämmung, Sanitäranlagen und die Elektrik standen auf ihrer Liste. Das stuften Verwaltung und Gemeinderat als nicht erschwinglich für die Gemeinde ein. Für einen Investor, der Wohnungen einbaue und sie dann verkaufe, könne es aber interessant sein, meinte Bürgermeister Bernhard Richter. Diesen Weg ist der Gemeinderat gegangen, indem er den Verkauf und Umbau des Gebäudes öffentlich ausschrieb und dann an den Investor Pro-Contact in Leinfelden-Echterdingen vergab.

Dieser möchte 14 Wohneinheiten, ein Großteil davon rollstuhlgerecht, in dem Gebäude einschließlich Dachgeschoss unterbringen. Die Grundrisse und Größen sind unterschiedlich geplant, aber jede Einheit soll entweder über Terrasse oder Balkon verfügen. Im Gemeinderat stieß auf Kritik, dass auch zum Brunnenplatz hin Balkone geplant sind, die das Bild des Gebäudes verändern. Ebenso bemängelte die Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG), dass durch die Verlegung des Eingangs und durch Dachgauben die Symmetrie verloren gehe. Von den Grundzügen her befürwortete sie aber das Projekt, wie auch der Gemeinderat, der dem Baugesuch zustimmte. Schließlich werden mit dem Erhalt des Schulhauses und der Schaffung von Wohnraum zwei wichtige Ziele der Ortsentwicklung umgesetzt. Derzeit steht nun noch die Baugenehmigung aus. Wenn sie vorliegt, will Pro-Contact in die Vermarktung gehen, „sofort“, wie Geschäftsführer Rainer Neumann betont.

Der Investor wird aber auch über das ehemalige Schulhaus hinaus aktiv: Westlich des Gebäudes, auf dem früheren Schulhof, erstellt er zwei neue Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohnungen und Tiefgarage. Diese beiden Bauwerke in Würfelform mit Flachdach sollen sich dem Schulhaus unterordnen, sie bleiben deshalb unter seiner Höhe.

Darüber hinaus hat Pro-Contact auch den Häuserriegel nördlich der Brunnenschule erworben und wird ihn durch einen Neubau ersetzen. „Da sind wir ebenfalls schon in der Planung“, sagt Rainer Neumann. Entstehen soll ein Satteldach-Gebäude mit neun Wohnungen, in seiner Architektur mit einer „modernen Interpretation“ an den Brunnenplatz angelehnt.  aIa / Foto: aia


Neue Grundschule mit Mensa

Für 29 Millionen Euro wird in Neuhausen  die Anton-Walter-Schule errichtet – Baubeginn für Oktober geplant

Im Schuljahr 2022/2023  wird in Neuhausen eine neue Grundschule in Betrieb gehen. Der Baubeginn am Projekt Anton-Walter-Schule soll in der   zweiten Oktoberhälfte sein. Die vorbereitenden Arbeiten sind über den Sommer abgeschlossen worden. Insgesamt kostet der Schulneubau rund 29 Millionen Euro.

Steigende Schülerzahlen in vielen Städten und Gemeinden führen dazu, dass die bisherigen Grundschulkapazitäten an ihre Grenzen kommen. So auch in Neuhausen. Die Mozartschule kann die  Schüler künftig nicht mehr alle unterbringen.  Das Mehraufkommen soll nun die geplante  Grundschule, die Anton-Walter-Schule,  auffangen. Auf dem Egelseegelände wird das Schulgebäude, das auch noch eine Mensa beheimaten wird, errichtet. Dazu wurde zunächst der Anbau der Friedrich-Schiller-Schule abgebrochen, der  früher als Trakt für die Klassen 1 bis 4 an der Schule angedockt war. Mittlerweile ist die Friedrich-Schiller-Schule keine Verbund-, sondern  eine Gesamtschule.

Mit dem Abbruch des Anbaus wird  Platz für den zweiteiligen Gebäudekomplex geschaffen, der aus zwei aneinanderliegenden Quadern besteht.

In der Mitte zwischen den beiden Teilen befindet sich die Erschließung. Ein Würfel ist dreigeschossig, der andere  zweigeschossig. Im zweigeschossigen Gebäude befindet sich die Mensa. Die Großküche dort soll nicht nur die Grundschule, sondern   alle   Neuhausener Schulen sowie die Kinder- und Jugendeinrichtungen, die eine Betreuung anbieten, täglich mit frischem Essen versorgen. Über der Mensa wird ein Stockwerk mit Multifunktionsräumen erstellt, deren Nutzungen vielfältig und auf den aktuellen Bedarf ausgerichtet sein sollen. „Das können Jugendräume sein, aber auch Räume für Vereine“, erklärt Elke Eberle, die Pressesprecherin der Gemeinde. Die Grundschule wird  mit drei  Zügen geplant, mit der  Möglichkeit auf 3,5 Züge auszuweiten.

Mittlerweile sind auch die vorbereitenden Bauarbeiten beendet. Nach dem Abbruch des alten Gebäudeteils musste der Boden für den kommenden Neubau präpariert werden.  So sind  zunächst Kanäle aus dem Baufeld umverlegt worden. Dann ging es an das Richten des Untergrunds für das Mensagebäude, das unterkellert sein wird und daher eine Tiefe von bis zu sieben Metern benötigt. Stahlträger sind in den Boden eingelassen worden, um Einbrechen und Nachrutschen des Erdreichs zu verhindern. Zwischen den Stahlträgern liegen jetzt Holzbohlen.

Da die Schule nur teilweise unterkellert ist, müssen eingebaute    Rampen die Verbindung der unterschiedlichen Arbeitsebenen schaffen.

„Der Untergrund war nicht besonders gut“, sagt Rathaussprecherin Elke Eberle. „Es gab dort mehr Betonmasse als erwartet.“ Weiterhin seien noch Abdichtungsarbeiten an den Kanälen zwischen Friedrich-Ebert-Schule und Egelseehalle notwendig geworden.

Insgesamt hat der zusätzliche Aufwand die Vorbereitungsarbeiten um 500 000 Euro in die Höhe getrieben; 50 000 Euro davon entfielen auf die Abbrucharbeiten des alten Gebäudetrakts. „Wir liegen aber noch gut im Kostenrahmen“, betont Eberle. „Und ebenso im Zeitrahmen.“ Bereits zum Schulbeginn in zwei Jahren soll das Gebäude die ersten Schüler aufnehmen.  bob / Foto: bul

Info: Namenspatron für das Schulhaus ist Anton Walter, der als einer der wichtigsten Klavierbauer zur Zeit der Wiener Klassik im ausgehenden 18. Jahrhundert galt. Walter wurde 1792 in Neuhausen, das damals zu Vorderösterreich gehörte, geboren.  Noch heute werden Hammerklaviere von Walter  – als Original und auch als Nachbauten – gespielt.   


Zukunft für historisches Bauwerk

Kornhaus in Kirchheim soll für 13,2 Millionen Euro saniert werden – „Eines der markantesten Gebäude unserer Stadt“

Die Weichen für die Sanierung des historischen Kornhauses in der Kirchheimer Kernstadt sind gestellt. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen, eine Sanierungsvariante weiter zu verfolgen, die mit  13,2 Millionen Euro  zwar  teuer wird, gleichzeitig aber auch die besten Nutzungsoptionen für das historische Gebäude bietet. Mit einem Baubeschluss wird Anfang 2021 gerechnet.

Das Kornhaus in Kirchheim nahe dem Rathaus und der Stadtkirche zählt zum zentralen architektonischen Erbe der Stadt. 1541 als städtischer Getreidespeicher erbaut, überlebte das Haus als eines der wenigen in der Stadt den verheerenden Stadtbrand im Jahr 1690. Seit dem Jahr 1946 ist dort das Stadtmuseum untergebracht, das allerdings 2016 wegen des mangelhaften Brandschutzes und auch einer fehlenden zweiten Fluchttreppe geschlossen werden musste. Außerdem wurde eine Schadstoffbelastung durch Asbest und PCB festgestellt. Der Gemeinderat  hatte sich daraufhin für eine Generalsanierung des Hauses entschieden. In der vergangenen Juli-Sitzung schließlich hatte ein Architekturbüro drei Sanierungsvarianten vorgelegt. Deren Diskussion brachte eine  große Mehrheit für die umfangreichste, allerdings auch teuerste Lösung.

Die Variante, die nun detailliert ausgearbeitet wird, sieht vor, den gesamten Gewölbekeller so nutzbar zu machen, dass er künftig auch Platz für Ausstellungen bietet. Im Dachgeschoss  soll ein Veranstaltungsraum für Vorträge, Lesungen und Konzerte entstehen, der sich auch als Sitzungssaal für den Gemeinderat eignet. Das Blockheizkraftwerk im Keller muss dafür weichen und soll unter den Platz zwischen Max-Eyth-Haus und Kornhaus verlegt werden.

„Mit aktuell 13,2 Millionen Euro liegt die vorliegende Kostenschätzung zwar 1,5 Millionen Euro über der günstigsten Variante, die keine Wiederherstellung des Gewölbekellers vorsieht, es handelt sich dabei jedoch um eine Investition in die Zukunft eines der markantesten und geschichtsträchtigsten Gebäude unserer Stadt, die Vorteile für alle Seiten hat“, erklärt der Stadtsprecher Robert Berndt. Nach der Beschlusslage werde das Projekt zunächst bis zur Entwurfsplanung weiter verfolgt. „Die finale Entscheidung zur baulichen Umsetzung soll dann gefällt werden, wenn die Finanzierung – für die unter anderem auch mit Fördermitteln durch Bund und Land gerechnet wird – geklärt ist“, sagt Berndt.

Beim geplanten Bau des neuen Heizungskellers werde nicht mit großen Überraschungen   im Untergrund gerechnet. Zwar  gebe es immer Unwägbarkeiten bei Tiefbauarbeiten im historischen Stadtkern. „Aber durch frühere Eingriffe in den Boden mit den Baugruben zwischen  Max-Eyth-Haus und Kornhaus für die Nahwärmeversorgung ist zu vermuten, dass in diesem Bereich keine archäologischen Funde schlummern und daher das Risiko als gering einzuschätzen ist. Falls wider Erwarten doch ein archäologischer Fund angetroffen wird, kann eine Verzögerung durch Umstellen der Sanierungsabläufe natürlich minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Kosten sind bisher nicht ersichtlich“, sagt Berndt. Sollte der Gemeinderat Anfang 2021 den Baubeschluss fassen,  ist laut Berndt geplant, die Sanierung bis zum Jahr 2024 abzuschließen.  pst / Foto: Stadt Kirchheim


Abgestimmt

Trotz leichter Verluste ist die CDU bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen stärkste Kraft geblieben. Bedeutet das Rückenwind für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz?

 

 

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Bedeutet das Rückenwind für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz?

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Unter Corona leidende Gas­tronomen sollen draußen  im Winter bislang verbotene Heizpilze   einsetzen dürfen. Sind Sie auch dafür? Stimmen Sie  ab!

 

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Neue Klänge am Alten Rathaus

Internationales Glockenspielfestival in Esslingen – Sieben Konzerte mit  Carillonneuren – Abschluss mit Musik und Lesung 

Im Jahr 2017 hat das erste  internationale Glockenspielfestival stattgefunden. In diesem Jahr ist es wieder  soweit, und zwar am 12. und 13. September.  Mit „Turm und Klang“ , dem einzigen Festival seiner Art in Deutschland und  das dritte in Esslingen, versammelt  das Esslinger Kulturamt hochkarätige Musikerinnen und Musiker – Carillonneure genannt – aus Russland, Belgien und Deutschland in der Neckarstadt.

Den Auftakt macht Ekaterina Porizko, die Initiatorin und künstlerische Leiterin von „Turm und Klang“, am Samstag, 12. September,  16.30 Uhr. Bei ihrem Eröffnungskonzert spielt sie die Barcarole von Jacques Offenbach sowie drei eigene Kompositionen, darunter eine Improvisation über den Choral „Ins Wasser fällt ein Stein“.

Ebenfalls am Samstag, um 17.30 Uhr gibt der Esslinger Leonhard Hell sein Debüt beim Glockenspiel-Festival. Für das Esslinger Glockenspiel hat er Werke von Bach, Einaudi und  Cage arrangiert. Gespannt sein dürfe man auch auf die Interpretation des Songs „You & Me“ von der Band Disclosure, heißt es in der Ankündigung des Kulturamts. Leonhard Hell ist Cellist, Organist, Chorleiter und zugleich designierter Nachfolger von Eckart Hirschmann als Glockenspieler im Alten Rathaus.

Hirschmann selbst gibt ein Konzert am Samstag, 12. September, 18.30 Uhr. Zu dem 250. Geburtstag des berühmten Komponisten   hat   Hirschmann   Werke von Ludwig van Beethoven ausgewählt. Arrangiert für das Glockenspiel im Alten Rathaus und zum Teil mit Variationen versehen, erklingen  bekannte Weisen auf eine neue Art.  Am Sonntag, 13. September,  14.30 Uhr, sitzt Sergej Gratchev am Glockenspieltisch des Alten Rathauses. Der Gewinner zahlreicher Glockenspiel-Wettbewerbe interpretiert klassische und kirchenmusikalische Stücke von Schenderev, Mozart und Oppenheimer, Kuprevich und Kölz sowie seine eigene Komposition eines „Mystischen Diptychons“.  Elena Sadina ist ebenfalls am Sonntag  zu Gast. Ab 15.30 Uhr gibt sie ein Glockenspiel-Konzert mit Stücken aus vier Jahrhunderten, darunter Kompositionen von Palmer, Couperin, Carulli und Mier. Dabei sind auch  selbst geschriebene Variationen über ein russisches Volkslied . Elena Sadina ist eine anerkannte Glockenspiel-Pädagogin und wurde für ihr Spiel und ihre Kompositionen mehrfach ausgezeichnet.

Jo Haazen ist einer der weltweit führenden Glockenspieler und Ehrendirektor der Royal Carillon School „Jef Denyn“ in Mechelen, Belgien, der ältesten Bildungseinrichtung für Glockenspieler. „Dass Jo Haazen, eine internationale Koryphäe des Glockenspiels,  für einen Auftritt bei uns verpflichtet werden konnte, macht uns besonders stolz“, sagt Esslingens Kulturamtsleiterin Alexa Heyder. Haazen wird am Sonntag,   16.30 Uhr, die Glocken des Alten Rathauses mit eigenen Bearbeitungen von europäischen und asiatischen Volksliedern bespielen.

Den Abschluss bildet ein Abend mit Konzert und Lesung.  Gemeinsam mit dem Esslinger Schauspieler Gerhard Polacek wird es am Sonntag,  13. September, 18 Uhr, eine Lesung mit Texten von Oscar Wilde und Italo Calvino geben, die von Ekaterina Porizko auf dem Glockenspiel begleitet werden – eine bislang wohl einmalige Kombination, wie Initiatorin Porizko vermutet.  red/bob Foto: bul

Info: Das internationale Glockenspiel-Festival Turm und Klang findet bei jedem Wetter statt. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Die Zahl der Sitzplätze im Veranstaltungsbereich auf dem Rathausplatz ist  allerdings begrenzt.   Informationen unter www.turm-und-klang.esslingen.de.


Der unglückliche Klosterschüler

Denkendorf gedenkt Hölderlin – Brunnen und Gedenktafel  im Maierhof  enthüllt  – Vorträge im nächsten Jahr

Vor 250 Jahren wurde Friedrich Hölderlin  geboren, auch in Denkendorf hat der Dichter Spuren hinterlassen. Schließlich war er dort  von 1784 bis 1786 Seminarist in der Klosterschule. Zur Ehrung des Dichters wurden kürzlich dem Brunnen im Maierhof der Name „Hölderlin-Brunnen“ verliehen und daneben eine Gedenktafel enthüllt.

Eigentlich sollte das Jahr 2020 ein Hölderlin-Jahr in Denkendorf werden – mit zahlreichen Vorträgen,  Veranstaltungen und sogar einem Musical. Doch dann kam Corona und machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Einiges davon soll nun im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Doch der  Festakt mit feierlicher Enthüllung des Hölderlin-Brunnens und einer Gedenktafel wurde noch  im Jubiläumsjahr gefeiert. Im Maierhof, unterhalb der Denkendorfer Klosterkirche, erinnern nun      der Brunnen und eine   Gedenktafel an die Jahre Hölderlins als Klosterschüler.

Es waren keine glücklichen Jahre, wie Pfarrer Reiner Strunk    erklärt. Der promovierte Theologe  war über viele Jahre  Leiter der Evangelischen Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf und hat den Festakt kürzlich begleitet.

„Friedrich  Hölderlin haderte mit der Strenge und der  Humorlosigkeit   der Klosterschule“, sagt Strunk. Hölderlin war in seiner Zeit als Seminarist in Denkendorf ein Junge im Alter   zwischen  14 bis 16 Jahren. Im Kloster, das man sich wie ein Internat für angehende evangelische Theologen vorstellen muss, wurden die Zöglinge hart rangenommen, wie Strunk beschreibt. Um 5 Uhr in der Früh mussten dieJungen aufstehen, danach folgte die erste Andacht,  um 7 Uhr begann der Hebräisch-Unterricht. Die Nachmittage waren für Eigenstudien  bestimmt. „Höchstens an den Sonntagnachmittagen  gab es etwas Freizeit für die Klosterschüler“, so Strunk.

Überliefert ist , dass Hölderlin auch mal sanktioniert wurde, weil er es im sonntäglichen Gottesdienst wohl hat an Aufmerksamkeit fehlen lassen. So sei er in der Folge mit Entzug des Tischweins bestraft worden. In den Jahren in Denkendorf schrieb der junge Hölderlin erste, meist  fromme Gedichte.

Sie handeln laut Strunk  von Themen wie Buße und Reue und sind eher als erste Fingerübungen eines angehenden Dichters denn  als Werke von großer Bedeutung und Qualität zu sehen. „Es sind die Selbstbespiegelungen eines frommen jungen Mannes“, sagt  Strunk. Nach seinen zwei Jahren in Denkendorf wechselte Hölderlin ins Kloster Maulbronn, auch dort war er unglücklich. Für Reiner Strunk liegt Hölderlins Unglück zum Teil in der Strenge der Klosterwelt, zum anderen aber auch an der  inneren Zerrissenheit des Menschen Hölderlin. Ein Briefwechsel, den Hölderlin mit seinem Mentor, dem Diakon Köstlin in Nürtingen, pflegte, macht diese Zerrissenheit des jungen Dichters deutlich.

Dort heißt es: „Bald hatte ich viele gute Rührungen, die vermutlich von meiner natürlichen Empfindsamkeit herrührten und also nur desto unbeständiger waren. Es ist wahr, ich glaubte,  jetzt wäre ich der rechte Christ, alles war in mir Vergnügen, und in Sonderheit die Natur machte in solchen Augenblicken einen außerordentlich lebhaften Eindruck auf mein Herz; aber ich konnte  niemand um mich leiden, wollte nur immer einsam sein.“

Strunk sieht darin deutlich die Themen,  die Hölderlins Leben bestimmten und das in der Folge keinen glücklichen Verlauf genommen hat:  die Empfindsamkeit, sein Bemühen um Religiosität, seine Naturverbundenheit und sein Hang zum Einsamsein.  bob

Info: Die für dieses Jahr geplante dreiteilige Seminarreihe „Hölderlin verstehen“, die Reiner Strunk leitet, wird im nächsten Jahr nachgeholt. Ein Termin steht noch nicht fest. Das geplante Hölderlin-Musical wird nicht stattfinden. red Foto: Gemeinde Denkendorf


Ein Denkmaltag im Netz

Motto lautet „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ – Esslinger Stadtkirche per Videos  – Kleines Programm in Kirchheim und Nürtingen

Der Tag des offenen Denkmals am 13. September zum Thema „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ findet in diesem Jahr fast ausschließlich online statt – auch im Landkreis  Esslingen.

Etliche Esslinger Beiträge beziehen sich auf die Stadtkirche St. Dionys. Um deren Schätze ins richtige Licht zu rücken, hat sich ein Film-Team um Stadtkirchenpfarrer Christoph Bäuerle gebildet.

Drehbücher geschrieben

 In kurzen Video-Clips werden bisher eher verborgene Facetten an schwer zugänglichen Orten der Stadtkirche mit Mitteln moderner Film- und Kameratechnik beleuchtet: Glasfenster in schwindelerregender Höhe, die Steinmetzkunst des Lettners oder das leicht übersehene Wandbild des Heiligen Leonhard. Christoph Bäuerle schrieb „Drehbücher“ für drei kurze Filme. Dann verwandelte sich die Stadtkirche  in ein Filmstudio. Von hohen Metallleitern und mittels einer durch den Kirchenraum schwebenden Drohne entstanden Bilder selbst von Glasfenstern in 25 Metern Höhe. Auch ins Ausgrabungsmuseum unter der Kirche führt ein Video. Es zeigt die Entstehungsgeschichte und die wesentlichen Inhalte des Städtischen Ausgrabungsmuseums.

Holzmodell der Stadtkirche

Virtuelle Einblicke gibt es auch in die Kirchenbibliothek. Kirchenführer Manfred Wörner präsentiert ein Video zu einem lang verschollenen und nun wiedergefundenen großen Holzmodell der Stadtkirche von Schreiner Otto Nord aus Esslingen.

„Die Türme erleben“ heißt ein digitaler Rundgang in den Türmen der Stadtkirche von Inge Rembold mit Informationen zur Geschichte der Türme und des Glockengeläuts. Alle Videos und Beiträge finden sich auf der Internetseite der Evangelischen Stadtkirchengemeinde  unter www.stadtkirchengemeinde-esslingen.de

Auf dem Esslinger Ebershaldenfriedhof befindet sich auf dem jüdischen Teil ein schon 1948 angelegtes Grab- und Mahnmal für die Toten der Konzen­trationslager Echterdingen und Hailfingen-Tailfingen. Darüber spricht  die Esslinger Kulturwissenschaftlerin  Gudrun Silberzahn-Jandt. Der Rundgang kann mit der App DigiWalk online oder direkt am Computer angesehen oder angehört werden.

Als ein  Ort für alle präsentiert sich der  „Dicke Turm“. Das Bauwerk wird seit 2019 saniert. Der Burgverein  gewährt einen  Einblick zum  Stand der Arbeiten und einen Ausblick, wie es nach der Fertigstellung aussehen wird.

Baugeschichte des Pfleghofs

Der Pfleghof des Klosters Bebenhausen in Esslingen wurde erstmals im Jahr 1229 urkundlich erwähnt. Der Filmbeitrag von Denkmalpfleger Andreas Panter und Jonathan Panter (Kamera) spürt aus nicht allgemein zugänglichen Blickwinkeln der  Baugeschichte des Anwesens vom 13.  bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts  nach.

Einzige Präsenzveranstaltungen sind die im Rahmen des Denkmaltags von der Stadt Esslingen organisierten Glockenspielkonzerte  und der liturgische Abschluss in der Frauenkirche ab 17 Uhr – mit Orgelmusik von Wonjin Min und einem Gespräch zwischen Architektin Christine Keinath und Pfarrerin Cornelia Krause.

 Im Landkreis Esslingen ist das Programm zum Tag des offenen Denkmals erheblich ausgedünnt. Viele Städte wie Plochingen und Ostfildern sowie Gemeinden im Kreis verzichten  gänzlich auf Beiträge.

 Kirchheim jedoch beteiligt sich mit einem „kleinen Programm aus Stadtführung, Vorträgen und Aktionen“, wie Pressesprecher  Robert Berndt erklärt.

Planung zum Kornhaus-Umbau

Die Architekten Jelena Bozic und  Peter Cheret stellen ab 14 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses  die Planungen zum Umbau des Kirchheimer Kornhauses vor und wollen  Fragen beantworten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessierte sollen sich bei der Kirchheim-Info telefonisch unter 0 70 21/ 5 02-5 55 oder per E-Mail an tourist@kirchheim-teck.de anmelden. Es ist jedoch geplant, die Veranstaltung per Livestream zugänglich zu machen. Mehr dazu soll  es  zeitnah auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung geben.

Eine Führung setzt sich auf die Spuren der ehemaligen Stadtbefestigung.  Rainer Laskowski beschäftigt sich mit dem Thema „Die Kirchheimer Stadtbefestigung zwischen Dekanat und Rollschuhplatz“ (ab 14.30 Uhr). Es geht um den Zeitraum zwischen 1538 bis 1541, als Herzog Ulrich die Stadt   zur Landesfestung ausbauen ließ. Die Teilnahme kostet fünf  Euro pro Person, eine Anmeldung bei der Kirchheim-Info ist erforderlich.

Auch ein Webinar steht auf dem Programm: Unter dem Titel  „Kirchheimer Kunstweg –  Moderne Kunst im Stadtgebiet entdecken“ zeigt die Kunsthistorikerin Barbara Honecker  ab 15 Uhr Skulpturen und Objekte  unterschiedlicher Formen und Materialien, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Man findet sie auf Plätzen, in Seitenstraßen, in Form eines Brunnens oder als Kunst am Bau. Insgesamt setzt sich der Kunstweg aus 16 Werken zusammen und erstreckt sich bis nach Ötlingen.

Das Webinar findet voraussichtlich über Zoom statt. Der Link zum Webinar  soll  zeitnah auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung veröffentlicht werden  oder kann per E-Mail an tourist@kirchheim-teck.de erfragt werden.

 Hobbyfotografen sind gefragt: Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals veranstaltet die Kirchheim-Info einen Fotowettbewerb auf Instagram, bei dem das vielseitige architektonische Flair von Kirchheim eingefangen werden soll. Hauptgewinn ist ein Gutschein für eine kulinarische Stadtführung. Weitere zehn besonders gelungene Schnappschüsse werden jeweils mit einer gut gefüllten Souvenirtasche ausgezeichnet. Mitmachen kann jeder, der mindestens 14 Jahre alt ist.  Wer seine selbst fotografierten Bilder am 13. September bis 23.59 Uhr bei Instagram unter dem Hashtag #tdodkirchheim veröffentlicht, nimmt am Wettbewerb teil.  Das persönliche Profil muss auf „öffentlich“ gestellt sein. Es kann auch die Instagram-Seite der Stadt verlinkt werden: @stadt.kirchheimteck.

Historische Führung

Auf eine Führung weist An­drea Vöhringer  von der Pressestelle der Stadt Nürtingen hin. „Unsere  historische Sonntags-Führung findet statt.“ Diese beginnt um 11 Uhr am Stadtmuseum, Wörthstraße 1, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.  Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, es ist eine Anmeldung nötig unter E-Mail: touristinfo@nuertingen.de oder unter der Telefonnummer 0 70 22 /7 53 81.

 Da der Tag des offenen Denkmals insgesamt digitaler ablaufen soll, will die Stadtverwaltung Nürtingen auch auf ihre „Zeitreise-App“ hinweisen.

„Der Besuchermagnet, der Kirchturm der Stadtkirche St. Laurentius, ist wegen Corona vom Kirchendekanat für den Rest des Jahres für Besucherverkehr geschlossen worden und deswegen  auch am 13. September nicht geöffnet“, heißt es weiter.  red/bob Foto: Weller


Produktion wird stillgelegt

Balluff will am Stammsitz Neuhausen 200 Arbeitsplätze abbauen

Es ist ein Schock für die Belegschaft, eine Hiobsbotschaft für die Gemeinde und eine die Aussicht trübende Nachricht für die Region: Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff aus Neuhausen hat angekündigt, Stellen abzubauen. Demnach sollen 400 der weltweit 3600 Arbeitsplätze im Unternehmen wegfallen. Am Stammsitz Neuhausen soll die Produktion geschlossen werden und an Standorte in China (Chengdu) und Ungarn (Veszprém) verlagert werden, mehr als 200 der rund 1100 Mitarbeiter auf den Fildern droht der Jobverlust. Die Belegschaft wehrt sich gegen die Pläne, die Geschäftsleitung hält an diesen fest. Begründet wird der drastische Schritt nicht nur mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, sondern auch mit der konjunkturellen Schwäche, die bereits vor den Covid-19-Zeiten eingesetzt hatte.

Die Balluff-Geschäftsführung stellt ihren Plan unter das Leitmotiv der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine Konsequenz daraus sei, dass die am Stammsitz verbliebenen Produktionskapazitäten  verlagert werden, heißt es in einer Pressemitteilung.  Neuhausen werde  zu einem Innovations- und Kompetenzzentrum entwickelt. Der Abbau der 400 Stellen weltweit soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Hoher Preisdruck

Im vergangenen Jahr  sank der Umsatz des Familienunternehmens um 3,9 Prozent auf 469 Millionen Euro, im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sackten die Erlöse dann um mehr als sieben Prozent (siehe Info-Kasten) ab. Schon 2019 habe sich eine spürbare wirtschaftliche Eintrübung in für Balluff wichtigen Bereichen wie der Automobilbranche oder dem Maschinen- und Anlagenbau eingestellt.  Gleichzeitig habe sich der Wettbewerbsdruck durch fallende Preise aufgrund weltweiter Überkapazitäten erhöht.

„Wir haben es mit einer Kombination aus den Auswirkungen von Covid 19, einer längerfristigen konjunkturellen Schwächephase und einem tief greifenden strukturellen Wandel zu tun. Dem können wir nicht allein mit temporären Maßnahmen wie Kurzarbeit oder tariflichen Einigungen zur Arbeitsplatzsicherung begegnen“, sagte die Balluff-Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle. Der Stellenabbau solle so sozialverträglich wie möglich gelingen, Gespräche mit dem Betriebsrat laufen. „Aber wir sehen leider keinen anderen Weg, die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe für die Zukunft zu sichern.“ Noch vor zwei Jahren hatte Balluff angekündigt, die Zahl der Mitarbeiter in Neuhausen zu erhöhen.

Mitarbeiter wehren sich

Die IG Metall reagierte angesichts der von Umsatzsteigerungen geprägten Entwicklung der zurückliegenden Jahre und in Anbetracht des gut aufgestellten Unternehmens mit Unverständnis auf die Jobabbau-Entscheidung. Ende Juli verschaffte sich die Belegschaft in Neuhausen bei einer Kundgebung Gehör. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teils Jahrzehnte im Betrieb sind, wollen ihre Arbeitsplätze nicht kampflos räumen.

Langfristig sieht sich das Unternehmen trotz der aktuellen Krise gut aufgestellt. Der Trend zu einer immer stärkeren Vernetzung der Automatisierungskomponenten und dem „Industrial Internet of Things“ biete für Balluff  große Chancen, heißt es in der Mitteilung. Das existierende Portfolio biete hierfür eine „perfekte Basis, um in Zukunft Hardware mit Software zu Smartware zu verknüpfen und damit noch mehr nützliche Daten der Maschinen und Anlagen zur Verfügung zu stellen“, sagte Geschäftsführer Florian Hermle.  Ch

Anhang

Das 1921 von Gebhard Balluff in Neuhausen als Reparaturwerkstatt für Fahrräder und Nähmaschinen  gegründete Unternehmen ist kurz vor dem 100-jährigen Bestehen in die Krise geschliddert, während die Jahre zuvor von einem kontinuierlichen Wachstum gekennzeichnet waren. Weltweit hat Balluff derzeit 3600 Mitarbeiter, rund 1100 davon am Stammsitz auf den Fildern. Das Familienunternehmen in vierter Generation bezeichnet sich selbst als führender Sensor- und Automatisierungsspezialist, neben Sensor- werden Identifikations-, Netzwerk- und Softwarelösungen angeboten. Neben dem  Firmensitz in Neuhausen  verfügt Balluff rund um den Globus über Vertriebs-, Produktions- und Entwicklungsstandorte und ist mit 38 Tochtergesellschaften und weiteren Vertretungen in 68 Ländern aufgestellt.

Im Jahr 2019 verzeichnete die Balluff-Gruppe einen Umsatz von  469 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,9 Prozent bedeutet. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. Die  weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten und Transformationsprozesse in den Schlüsselindustrien hätten sich schon vor Corona  bemerkbar gemacht. „Wir hatten uns für 2019 ein Wachstum im knapp zweistelligen Bereich vorgenommen“, sagte Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle. Die konjunkturelle Dynamik kühlte in der zweiten Jahreshälfte aber merklich ab. Dies habe exportorientierte Branchen wie den Automobilsektor oder den Maschinen- und Anlagenbau als die beiden wichtigsten Kundensegmente von Balluff besonders getroffen.

„Sorgenkinder sind und bleiben dabei unsere Heimatmärkte – Deutschland, Österreich und die Schweiz. Aber auch die Umsatzentwicklung in anderen Märkten wie Nord- und Südamerika sowie Asien blieb hinter unseren Erwartungen zurück“, erklärte Stegmaier-Hermle. Die eingeleitete Diversifizierungsstrategie habe allerdings Früchte getragen. Der Geschäftsbereich Packaging, Food and Beverage legte um rund neun Prozent zu. Verluste gab es in den Geschäftsbereichen Machine and Plant Engineering (minus vier Prozent)  sowie Mobility (minus sechs Prozent). Der Ausbruch der Corona-Pandemie führte dann zu einem Einbruch der Auftragseingänge, der Umsatz ging allein im ersten Quartal um sieben Prozent zurück. Für Balluff sei zentral gewesen, in dieser Phase die Liefer- und Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, sagte Frank Nonnenmann, der zum 1. Februar dieses Jahres Michael Unger als Geschäftsführer abgelöst hat. Das Produktionsvolumen wurde reduziert, auf der Kostenseite wurden Hebel angesetzt, in Neuhausen wurde zum 1. April  für einen Teil der Belegschaft Kurzarbeit angemeldet.

Stegmaier-Hermle geht  von einer sehr langsamen wirtschaftlichen Normalisierung aus. Konzentrieren will sich Balluff nun vor allem auf Wachstumsbranchen wie die Pharma- und Verpackungsindustrie sowie die Bereiche E-Mobilität und erneuerbare Energien. ch / Foto: Balluff