Saubere Sache

Gute Noten für die Badegewässer im Kreis – Parksuchverkehr bereitet Probleme

Saubere Sache

Für all jene, die ihre Ferienzeit zu Hause verbringen, bietet sich an heißen Tagen ein Ausflug an einen Badesee an. Mit dem Unteren Bürgersee bei Kirchheim, dem Aileswasensee in Neckartailfingen und dem Bissinger See gibt es im Landkreis Esslingen drei zum Baden freigegebene Gewässer.

Unter hygienischen Aspekten drohen an den Badeseen im Landkreis keine Gefahren: Die Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz, die regelmäßig die Badegewässer im Land auf ihren Zustand untersucht, hat die Wasserqualität des Aileswasensees und des Bürgersees wie schon in den vergangenen Jahren mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ versehen. Die Wasserqualität des Bissinger Sees wird als „gut“ eingestuft.

Während es an dem mit rund 0,45 Hektar Wasserfläche kleinen Bis­singer See am Ortsrand ohne großen Trubel zugeht, sind die anderen beiden Badeseen stark frequentiert. Der Aileswasensee bei Neckartailfingen ist als Einziger einer Reihe von Baggerseen entlang dem Neckar zum Baden freigegeben. Entsprechend groß ist dort der Andrang an Badegästen. Ein Teil des etwa neun Hektar großen Sees ist als Naturdenkmal eingestuft und nicht zugänglich. Der andere Teil ist als Freizeitgelände ausgestaltet. Ein Haus am Ufer beherbergt einen Kiosk sowie Umkleide- und Sanitärräume. Die DLRG überwacht an Wochenenden den Betrieb im Wasser. Nach den Beobachtungen von Nicole Friess vom Ordnungsamt der Gemeinde Neckartailfingen lockt der See, an dem auch ein FKK-Bereich ausgewiesen ist, Besucher aus der gesamten Region an. „Wir haben aber keine großen Probleme am See. Die Besucher halten die Regeln ein“, berichtet Friess.

Die drei Bürgerseen im Talwald bei Kirchheim sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Nur einer der ehemaligen Fischteiche ist als Badesee zugelassen. Der Obere See ist als Biotop ausgewiesen und nicht zugänglich, der Mittlere See ist ein Angelgewässer. Am Unteren See finden die Badegäste Liegewiesen, Grillstellen und einen Kiosk. Ein Gewässerlehrpfad zeigt den Besuchern die Besonderheiten des Gebiets.

Zu den regelmäßigen Gästen gehört auch eine Gruppe von Nilgänsen, die sich, angelockt von den menschlichen Besuchern, am Unteren See wohlfühlt. Dies bringt zuzeiten eine starke Verschmutzung des Ufers mit sich. Damit der See eine saubere Sache bleibt, hat die Stadtverwaltung die Besucher aufgerufen, die Gänse nicht zu füttern.

Während die Wasserqualität keine Sorgen bereitet, verursacht der Besucherandrang zuweilen Parkplatzprobleme. Am Bürgersee gibt es nur wenige Parkplätze, die Stadtverwaltung empfiehlt den Spazierweg vom Parkplatz an der Hahnweide zum See. Auch in Neckartailfingen bereitet die Parksituation zuweilen Sorgen. Der kostenpflichtige Parkplatz ist oft überfüllt, der Parksuchverkehr belastet die Wohngebiete. „Wir können nur empfehlen, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen“, sagt Nicole Friess. pst / Foto: pst


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