Spielespaß an Weihnachten

Geschenkideen: Aktuell sind einige gute Würfel- und Kartenspiele erschienen

Von Tanja Liebmann-Décombe

Es fehlen noch Ideen für die Wunsch- oder Geschenkeliste? Wer Spielefreunde glücklich machen möchte, hat die Qual der Wahl. Tipps zu empfehlenswerten Neuheiten.

Für Würfelfreunde

Wer scheffelt die meiste Kohle? Um diese Frage geht es bei „Big Money“, einem kurzweiligen Würfelspiel, das im Grundsatz an „Kniffel“ erinnert. Straßen, gleiche Zahlen und andere Kombinationen sind das Ziel, um an Geld für den Kauf von Aktien zu gelangen. Bis zu drei Mal dürfen die Zahlenwürfel geworfen werden, und auch ein Farbwürfel ist im Spiel. Dieser bringt denjenigen Spielern, die Aktien in dieser Farbe besitzen, weitere Erträge. Blöd ist es nur, wenn das „Börsen-Schwein“ gewürfelt wird. Den Spielern droht dann nämlich die Gefahr, Aktien oder Geld zu verlieren. Wer betroffen ist, entscheiden zufällig gezogene Karten. Fazit: einfach, reizvoll, für die ganze Familie.

„Big Money“, erschienen bei Ravensburger; zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren, etwa 30 Minuten (rund 26 Euro).

Für Kindergartenkinder

Laufspiele existieren viele. Besondere Laufspiele hingegen gibt es nur ganz selten. „Speedy Roll“ sticht in dieser Hinsicht hervor. Um zu ermitteln, wie weit die Spieler mit ihren Figuren vorwärtsziehen dürfen, müssen sie nämlich einen kleinen Tennisball über diverse „Waldteile“ rollen. Die Pilze, Äpfel und Blätter können sich dann mit ihrer rauen Seite in der fusseligen Oberfläche des Balls verhaken. Die hängengebliebenen Teile geben vor, wie viele Schritte machbar sein könnten. Doch Obacht: Um möglichst weit nach vorn zu kommen, gilt es schlaue Kombinationen zu „errollen“. Fazit: prima für Kindergartenkinder geeignet; bei der kooperativen Variante gewinnen oder verlieren alle Spieler gemeinsam.

„Speedy Roll“ von Urtis Šulinskas, erschienen bei Lifestyle Boardgames/Piatnik; ein bis vier Spieler ab vier Jahren, etwa 20 Minuten (rund 27 Euro).

Für Glückspilze

Der Spielplan von „Coralia“ zeigt eine bunte Unterwasserwelt mit sechs Bereichen, in die farblich passende Würfel gesetzt werden. Liegen dann auch noch Kraken und Taucher in den Spielerfarben darauf, bietet sich eine beeindruckende Optik. Doch auch spielerisch hat die Neuheit ihren Reiz, denn es gilt, durch das schlaue Einsetzen von Würfeln und Figuren möglichst solche Karten und Vorteile zu ergattern, die besonders punkteträchtig sind. Wirklich planvoll lässt sich jedoch nicht vorgehen, denn wer dran ist, darf nur einen von vier geworfenen Würfeln setzen. Und da belegte Positionen tabu sind, wird die Auswahl mit der Zeit immer kleiner. Fazit: ein taktisches Würfel-Platzier-Spiel, das sich vor allem mit Glück gewinnen lässt.

„Coralia“ von Michael Rieneck, erschienen bei HUCH!; zwei bis vier Spieler ab zehn Jahren, etwa 30 Minuten (rund 33 Euro).

Für Reaktionsschnelle

„Schere, Stein, Papier“ ist einfach und steckt in einer kleinen, runden Dose. Darin enthalten sind 56 Karten, die so gestapelt werden, dass zuoberst immer nur ein Symbol zu sehen ist. Beim Umdrehen werden die drei Gegenstände auf der Rückseite sichtbar, nämlich Schere, Stein und Papier, und zwar in unterschiedlichen Farben. Ruckzuck gilt es nun, das oberste Symbol auf dem Stapel – etwa eine blaue Schere – mit dem Gegenstand zu vergleichen, der in der Dreier-Kombi blau ist – etwa den Stein. Wer jetzt zuerst eine Faust nach vorn streckt, darf sich die Dreier-Karte nehmen, denn wer den Spieleklassiker kennt, weiß: Stein schlägt Schere. Fazit: rasant, actiongeladen und super für kurz mal zwischendurch.

„Schere, Stein, Papier“, erschienen bei HCM Kinzel; zwei bis sechs Spieler ab sechs Jahren, etwa zehn Minuten (rund elf Euro).

Für Formensucher

Übung macht den Meister. Das gilt für „5er finden“ ganz besonders. Tatsächlich schärft sich bei dem Formen-Suchspiel mit der Zeit der Blick für mögliche Zusammenhänge. Die Würfel sind gefallen? Dann rasch auf dem eigenen Tableau die farbigen Quadrate abscannen und schauen, in welchen Kombinationen man die gewürfelten Symbole entdecken kann. Besonders herausfordernd ist, dass einfache Formationen weniger Punkte als schwierige Formationen bringen. Allerdings bleibt nicht immer Zeit, um nach diesen zu suchen. Ganz schön kniffelig!

„5er finden“ von Jürgen P. K. Grunau, erschienen bei Haba; ein bis vier Spieler ab sieben Jahren, etwa 20 Minuten (rund 15 Euro).
Foto: HUCH!


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