Spitze des Eisbergs

Zehntes Podium Festival in Esslingen mit Neuerungen und Professionalisierung

Mit 27   Konzerten unter der Mitwirkung von mehr als 80  Künstlerinnen und Künstlern gastiert das Podium Festival an 14 besonderen Orten in der Stadt Esslingen. Das zehnte Festival dieser Art läuft vom 26. April bis zum 5.  Mai.

Das Festival  will nicht nur „Unerhörtes“ unters Publikum bringen, der künstlerische Leiter Steven Walter und sein Team  stellen auch immer wieder ungewöhnliche Aufführungsorte in den Mittelpunkt.   Auch das diesjährige Festival bietet ein ungewöhnliches, weit gespanntes Programm mit dem Fokus auf das Zusammenspiel von Musik und Technologie einerseits und  gesellschaftliche Themen andererseits.

Unter anderem werden kleine robotische Klangmaschinen zu hören sein, auch die Uraufführung eines Werks, das durch Nutzerzusammenspiel  im Internet entsteht, sowie Neukompositionen für Orgel, Blechbläser und Live-Elektronik sowie „Gulliver’s Dream“, eine mechanische Oper für automatisierte Marionetten.

Mit musikalischen Mitteln setzen sich die Künstler mit  gesellschaftlichen Themen unserer Zeit auseinander, wie zum Beispiel beim Dunkelkonzert „Stadtutopien“ und beim musikalisch-literarischen Abend „Dichter_Lieben“, einer Koproduktion mit dem Heidelberger Frühling, die sich den verschiedenen Konzepten  des Liebens widmet. Oder bei der Tanzproduktion „The little match girl passion“, die zusammen mit dem  Bundesjugendballet aufgeführt wird.

Anlässlich des 250. Geburtstags Beethovens im Jahr 2020  gibt es das  Förderprogramm #bebeethoven  für junge Musiker.  Zwölf  Stipendiaten treten in Esslingen auf und zeigen ihre musikalische Sichtweise Beethovens. „Durch intensive Musikerlebnisse neue Zugänge zur Gegenwart zu schaffen –  und diese Gegenwart sogleich zu verzaubern und zu hinterfragen”, ist laut Steven Walter das Anliegen von Podium.

Auch die Wahl der Auftrittsorte trägt zum Reiz des Festivals bei: In diesem Jahr gibt es wieder Konzerte im Kaisersaal des Amtsgerichts und im Esslinger Eisenlager in der Weststadt.  Erstmalig als Locations  sind das Neckar Forum sowie die Villa Nagel dabei.  Die zehnte Auflage bringt einige Neuerungen. „Wir haben einen Professionalisierungssprung geschafft, ohne den Geist der Community aufzugeben“, erklärt Walter. So beschäftigt Podium mittlerweile fünf Mitarbeiter, hat ein Büro bezogen und nutzt das „Übehaus“ am Ottilienplatz. Mehr und mehr entstehen über Podium Produktionen, die auf Tournee  gehen. Steven Walter: „Wir arbeiten  mittlerweile das ganze Jahr über an Projekten unterwegs, das Festival ist sozusagen die Spitze des Eisbergs.“  Und das Besondere: „Programme und Formate entstehen vor Ort, nichts ist  fertig von der Stange.“  bob / Foto: Podium Festival

 

Info: mehr zum Programm  unter    www.podiumfestival.de.


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