Stichtag für die Kreisimpfzentren

Trotz steigender Nachfrage: Das Landratsamt schließt die  Zentren in Oberesslingen und an der Messe zum 30. September

Sommerzeit – Urlaubszeit – Reisezeit. In Nicht-Corona-Jahren stürzen sich Touristen und Reisende während der großen Ferien liebend gerne in die erfrischenden Wellen und Fluten von Meeren und Freibädern. Doch 2021 ist anders. Die Angst vor  einer neuen Infektionswelle schwappt über die Bevölkerung hinweg. Wie stellt sich der Landkreis Esslingen darauf ein? Er setzt auf eine steigende Zahl von Impfwilligen und plant die Schließung der beiden Kreisimpfzentren (KIZ) zu Ende September, teilte Sarah Panten vom  Esslinger Landratsamt mit.

Die Kreisimpfzentren: In den beiden Kreisimpfzentren in der Zeppelinstraße 112 in Oberesslingen und der Halle 9  der Landesmesse können sich Menschen täglich von 7 bis 20 Uhr ohne vorherige Terminabsprache gegen Covid-19 immunisieren lassen. Für die Belegschaften kleiner und mittlerer Betriebe gibt es    montags, mittwochs und ­freitags von 17 bis 20 Uhr Zeitfenster zum „After-Work-Impfen“.  Das Kreisimpfzentrum  in Oberesslingen sei zudem auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Eine   Verlängerung  über den 30. September hinaus ist für die Kreisimpfzentren  nicht geplant. Das Land wird laut Landratsamt deren Betrieb zu diesem Stichtag einstellen

Die Impfbereitschaft:  Laut Landratsamt lassen sich wieder mehr Menschen gegen Covid-19 impfen. In den Kreisimpfzentren sei ein spürbarer Anstieg sowohl bei Jugendlichen als auch bei anderen Impflingen zu verzeichnen, berichtet Sarah Panten. Als Gründe dafür nennt sie  die Änderung der Corona-Verordnung sowie die positive Empfehlung der 18-köpfigen Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (Stiko) zur Immunisierung von Zwölf- bis 17-Jährigen: „Wir rechnen mit einer weiteren Zunahme an Impfwilligen.“ Darauf ist der Landkreis ihren Worten zufolge vorbereitet: Die Kapazitäten, das Personal und die Verfügbarkeit der Vakzine seien gegeben.

Der Impfbus: Ergänzend zu den beiden Kreisimpfzentren ist der Impfbus nach Angaben von Sarah Panten nahezu flächen­deckend im Landkreis Esslingen unterwegs. Das Fahrzeug, das von den Stuttgarter Straßenbahnen  (SSB) gestellt wird,  tourt seit  27. Juli durch die Region und hat zwei  mobile Impfteams   sowie verschiedene Impfstoffe an Bord. Da der Impfbus aber an die Arbeit der Kreisimpfzentren gekoppelt ist, wird auch er Ende September seine Fahrten einstellen: „Der Auftrag des Landes an uns, diesen zu betreiben, endet nach heutigem Stand  zum 30. September.  Inwieweit die Malteser dann womöglich in Eigenregie den Impfbus weiterhin einsetzen, darüber  können wir als Landkreis nichts sagen“, so Panten.

Die Anzahl der Teststationen: An 109 Stationen werden im Kreis  derzeit Tests durchgeführt. Die Betreiber der Teststellen wurden laut Landratsamt im Rahmen  der Coronavirus-Testverordnung vom Gesundheitsamt einzeln zur Durchführung der Tests beauftragt und sind zur Meldung verpflichtet. Tests dürfen laut Landratsamt aber auch in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken und medizinischen Laboren sowie von Rettungs- und Hilfsorganisationen vorgenommen werden. Auch die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren sind zur Testung berechtigt.

Die Anzahl der Tests: In der Woche von Montag, 16. August, bis Sonntag, 22. August, wurden dem Gesundheitsamt Esslingen insgesamt 43 161 Bürgertestungen von 161 der bekannten 242 Stellen gemeldet. Zum Vergleich: In der Woche    zuvor belief sich die Anzahl der gemeldeten Tests auf 29 138. Die tatsächliche Anzahl dürfte nach Schätzung von Sarah Panten  allerdings höher sein, denn nicht alle Betreiber von Teststationen unterliegen einer Registrierungspflicht beim Gesundheitsamt: „Daher ist davon auszugehen, dass die gemeldeten Testzahlen die tatsächlichen Zahlen tendenziell unterschätzen.“

Die Zukunft der Teststationen: Engpässe gibt es in den Testzentren derzeit nach Angaben des Landratsamtes nicht. Es sei von einer ausreichenden, flächendeckenden Teststruktur auszugehen. Zudem könnten laut Gesundheitsamt die beauftragten Anbieter ihre Kapazitäten durch verlängerte Öffnungszeiten oder Angebote an zusätzlichen Wochentagen bei Bedarf erhöhen. „Ebenfalls gaben alle beauftragten Leistungserbringer an, dass aktuell ihrerseits keine Begrenzung der Laufzeit des Testangebots vorgesehen ist“, heißt es.  Bürger hätten also auch in absehbarer Zeit die Möglichkeit, diese engmaschig über den Landkreis verteilten Testzentren in Anspruch zu nehmen.  sw/Foto: Ines Rudel

Info: mehr im Internet unter www.landkreis-esslingen.de.


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