Stimmen aus dem Feld

„Inter!m“-Kulturfestival am Heidengraben – Künstler auf der Suche

Von Samstag, 16. September, bis Dienstag, 3. Oktober, findet in der Region Heidengraben das Kunst- und Kulturfestival „Inter!m“ statt. Auf einer großen Wiese und in einem Waldstück zwischen den Albgemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben sowie in den drei Orten werden sich Musiker, Schauspieler und bildende Künstler dem Thema „Suche“ widmen.

Der Heidengraben ist das größte bekannte spätkeltische Oppidum in Europa. Das Gebiet zwischen Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben ist noch kaum erforscht. Archäologen suchen nach weiteren Erkenntnissen. Für den Münsinger Verein Interim – Kulturhandlungen Schwäbische Alb stellt dies eine gute Bühne dar, das Festivalthema „Suche“ zu inszenieren. „Wir haben ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Viele Akteure aus der Region gestalten es mit, sodass das Festival auch die Menschen aus den Ortschaften auf der Alb begeistern wird“, sagt Sarah Baltes, die Geschäftsführerin des Vereins.

Acht bildende Künstler stellen vom 16. September bis zum 3. Oktober auf einem weitläufigen Wiesengelände und in einem Waldstück nahe Grabenstetten ihre Werke aus. Dabei werden unterschiedliche stilistische Mittel gewählt. Die Künstlerin Susken Rosenthal etwa will mit einer Installation in einer Doline zur Sinnsuche anregen. Benoît Maubrey fordert zur Suche nach der Heimatgeschichte auf und hat für sein Werk „Sprechende Felder“ Lautsprecher halb in einem Acker vergraben. Dort sind Geschichten und Stimmen zu hören, die in den 60er-Jahren in Hülben aufgenommen worden waren.

An sieben Abenden wird während des Festivals ein zweistündiger Parcours durch das Gelände veranstaltet. Mehr als 100 Sänger, Instrumentalisten und Schauspieler, darunter viele Akteure aus der unmittelbaren Region, inszenieren dabei an 15 Stationen das Festivalthema musikalisch-theatralisch. Während des Festivals wird ein umfangreiches Programm für Kinder angeboten. In Hülben wird an der Hüle das „Museum der Kinder“ eröffnet. 150 Kinder aus den drei Gemeinden haben für die Ausstellung „Gesucht Gefunden“ zwei Jahre lang Fundstücke vom Wegesrand zusammengetragen. In Erkenbrechtsweiler gibt es Kreativangebote zum Thema Heimatsuche. Dort werden auch im Rahmen der Kinderuni Archäologie- und Astronomievorlesungen angeboten.                        pst / Foto: Interim – Kulturhandlungen Schwäbische Alb

 

Info: „Inter!m“-Kulturfestival am Heidengraben, 16. September bis 3. Oktober, Programminformationen und Eintrittskarten unter www.interim-kulturhandlungen.de.


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