Verborgene Schätze entdecken

Am Sonntag, 11. September, ist Tag des offenen Denkmals – Aktivitäten im gesamten Landkreis – Weinerlebnisweg in Esslingen

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Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, steht unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ – gute Denkmalpflege soll gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Es gilt also, den Wert des Denkmals zu vermitteln, Interesse und Sensibilität zu wecken.

Für den Landkreis Esslingen werden mehr als 70 Programmpunkte aufgelistet – die allermeisten davon finden in Esslingen statt. Führungen, Besichtigungen, Vorträge, Infoveranstaltungen und anderes mehr gibt es auch in Nürtingen und Umgebung. In der Stadt steht der Alte Friedhof im Fokus einer Führung (14 Uhr), bei der Sigrid Emmert die repräsentativen Grabmale und deren Platz in der Stilgeschichte aus fünf Jahrhunderten erklärt. Von 15 bis 17 Uhr wird der sogenannte Blockturm an der südöstlichen Ecke der Stadtbefestigung geöffnet. Einst beherbergte der Turm ein Gefängnis. Zu historischen Spaziergängen durch die Altstadt laden Monika Schmied und Manuel Werner ab 11, 13 und 15 Uhr ein. Sie treffen sich mit den Besuchern am Stadtmuseum. Ab 13, 13.45, 14.30 und 15.15 Uhr erklärt Raimund Maier den aktuellen Sanierungsstand des Hauses vor der Mauer am Blockturm in der Strohstraße 15. Eine Kellertour durch den sonst nicht zu begehenden Untergrund des ehemaligen Nürtinger Schlosses bietet Walter Haußmann, der Amtsleiter der Bauverwaltung der Stadt, an, und zwar ab 11 und um 14.30 Uhr. Am Sonntag kann auch das renovierte Theater im Schlossgarten besichtigt werden. Gisela Fleck vom Verein Theater im Schlosskeller informiert über den ehemaligen Luftschutzkeller in der Schlossgartenstraße 3/1. Ab 11.15 Uhr führt Albrecht Braun durch die Turmbibliothek der St.-Laurentius-Stadtkirche. Einen Rundgang um die Teufelsbrücke rund um Hardt zum Ulrichstein bietet die Teufelsbrücken-Initiative an. Ingrid Dolde leitet die Führung, die um 14 Uhr an der Einmündung der Herzog-Ulrich-Straße in die Alte Steige beginnt. Geöffnet hat am Sonntag auch das Stadtmuseum.

In der näheren Umgebung von Nürtingen lohnt ein Ausflug nach Beuren, wo eines der ältesten Häuser, das Gebäude in der Hauptstraße 6, im Fokus steht.  Einst Bürgermeisterhaus, Schul- und Lehrerhaus, entstehen dort jetzt Wohnungen. Das Gebäude steht ab 10 Uhr offen, ab 11 Uhr laufen stündlich Führungen. Auch das Firstständerhaus in der Hauptstraße 10/12 ist geöffnet, Führungen gibt es jede Stunde. In Kirchheim stehen Führungen durch die Altstadt und durch Fachwerkhäuser auf dem Plan. Themen sind auch Kirchheim als Marktstadt, die Stadtbefestigung und das Max-Eyth-Haus, das von 14 bis 17 Uhr geöffnet hat. Führungen nach dem Gottesdienst widmen sich der Geschichte der Martinskirche als Wahrzeichen von Kirchheim.

Im Oberlenninger Schlössle, das die Stadtbücherei und das Papiermuseum beheimatet, werden nach Bedarf Führungen angeboten. Im Ortsteil Schopfloch laufen ab 10 Uhr Kirchen- und Orgelführungen durch die Johanneskirche. Plochingen thematisiert zum Denkmaltag die Kleinsiedlungsbauten des Architekten Hans Weisen am Hermannsberg und den Kulturpark Dettinger. Ostfildern lädt zur Tour durch die Parksiedlung ein und stellt den alten Ortskern von Nellingen mit dem Propsteigebäude und dem „Schopf“ vor.

Die meisten Programmpunkte – mehr als 50 – verzeichnet die Stadt Esslingen. Viele Führungen und Vorträge über die Arbeit der Denkmalpflege laufen im Landesdenkmalamt, das in Esslingen beheimatet ist.

Viele Solitäre stehen im Mittelpunkt wie das älteste Kino Deutschlands, die älteste Kelter Süddeutschlands, die Esslinger Kirchen, das Jüdische Gemeindezentrum, der Dicke Turm, es geht um die Pfleghöfe, die Altstadt, die Weststadt und die Stadttore. Es gibt Führungen für Flüchtlinge, für Blinde und für Kinder, Lichtkunst auf der Hochwacht und ein Wiederaufleben des dem Croquet ähnlichen, in der Renaissance beliebten Spiels Palla Maglio auf der Maille. Für etliche Veranstaltungen muss man sich anmelden. In Aichwald öffnen die Kirche St. Gereon und Margaretha im Ortsteil Aichschieß, die evangelische Kirche in Krummhardt und die mittelalterlichen Dorfkirchen in Schanbach und Aichelberg ihre Türen für Führungen.       bob / Fotos: bul

Info: Alle Veranstaltungen finden sich auf der Seite http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm/de, dort Kreis Esslingen eingeben und die einzelnen Orte anklicken.

Esslingen eröffnet anlässlich des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, 13 Uhr,  den neuen Esslinger Weinerlebnisweg an seiner ersten Station an der Frauenkirche.  Der „Vater“ des Wegs ist der Staffelsteiger-Verein, der sich vor drei Jahren dem Erhalt der Steillagen als einzigartige und stadtbildprägende Kulturlandschaft verschrieben hat. Mehr als 20 Tafeln säumen den Weg von der Frauenkirche aufwärts, die Staffeln abwärts, den Felsweg vor bis zum Neckarhaldenweg und wieder zurück zur Frauenkirche. Auf den schmucken Stahltafeln wird die Geschichte des Esslinger Weins, Technisches, Faktisches und Anekdotisches  rund um die Reben erzählt. Einige Schilder sind mit Audiodateien ausgestattet, die man über einen QR-Code aufrufen kann. Und für Kleine erzählen die Steine Mäxchen und Theodor die Weingeschichte kindgerecht. Ein stimmungsvoller Ort zum Verweilen ist mit dem „Plätzle“ entstanden – ein renoviertes und mit Sitzplätzen ausgestattetes Eck am Scheitelpunkt von Gayernweg und Felsweg.

Info: www.staffelsteigerverein.de


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