Vollsperrung am Stumpenhof

Drei Monate lang wird gebaut – Großräumige und kleinräumige Umleitungen

Der Plochinger Stumpenhof wird diesen Sommer nicht nur zum Nadelöhr, sondern zeitweise unpassierbar. Ab Montag, 13. Juli, wird die Ortsdurchfahrt, die gleichzeitig eine wichtige Verbindung vom Neckar- ins Remstal ist, grundlegend saniert. Die Arbeiten erfolgen in drei Abschnitten mit Vollsperrung.

Auf gut 1,1 Kilometern Länge wird die Fahrbahn der L 1201 vom Ortseingang bei den Tennisplätzen und dem Stadion bis kurz vorm Kreisverkehr beim Gebiet Stumpenhof-Süd erneuert. Der Abschnitt unterhalb – vom Kreisverkehr bis zur Tiefgarage am Rathaus –  war bereits vor fünf Jahren an der Reihe. Bau- und Kostenträger ist das Land, allerdings beteiligt sich  die Stadt Plochingen: Sie übernimmt die zusätzlichen Kosten für den „lärmoptimierten Asphalt“, der auf ihren Wunsch aufgebracht wird. Der spezielle Belag wurde auch im unteren Bereich der Schorndorfer Straße verbaut und habe „ja nachgewiesenerweise einen deutlichen Effekt“, sagt Benjamin Treiber, der Öffentlichkeitsreferent der Stadt.

Der erste Bauabschnitt erstreckt sich vom Ortseingang bei den Sportanlagen bis zur Stuifenstraße. Er dauert rund zwei Wochen und wirkt sich besonders gravierend aus. Denn in dieser Zeit ist aus Richtung Aichwald/Weißer Stein kein Durchkommen; der Verkehr wird komplett über Oberesslingen und Altbach umgeleitet. Die Tennisplätze, das Stadion, der Kletterwald, der Minigolfplatz und die beiden Restaurants im Bereich der Sportanlagen wie auch die Parkplätze in diesem Bereich sind nicht anfahrbar. Für die Unternehmen und Vereine sei die Baustelle direkt anschließend an die Corona-Beschränkungen „schon eine Katastrophe“, weiß Treiber. Er hofft, dass trotzdem genug Menschen den Weg auf sich nehmen, sei es mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Bus oder einfach ein Stück weiter weg parkend.

Dieser Teil ist gemäß der Planung in zwei Wochen erledigt, Bauabschnitt zwei schließt direkt an. Er erstreckt sich von der Stuifenstraße bis zum Teckplatz und dauert ebenfalls um die zwei Wochen. Da die Kreuzungen in der gesamten Bauzeit nur halbseitig gesperrt werden, also befahr bleiben, kann man in diesem Fall übers Wohngebiet ausweichen. Dem Durchgangs- und dem Schwerlastverkehr wird aber weiterhin dringend der Weg über Oberesslingen empfohlen, ebenso wie im dritten Bauabschnitt vom Teckplatz abwärts. Bei dieser Etappe muss die Buslinie 141 innerörtlich umgeleitet werden, sie fährt ab dem Kreisverkehr über den Kornbergweg durch die Wohngebiete hoch zur Stuifenstraße und über die Hohenzollernstraße wieder zurück. Die Linie 149, die zwischen Plochingen und der Waldorfschule am Engelberg verkehrt, fährt vom 13. bis 26. Juli gar nicht; danach nimmt auch sie die Umleitung.

Im Zug von Bauabschnitt drei wird auch die jetzt etwas provisorisch wirkende Unterführung für Fußgänger und Radfahrer am Talweg erneuert. Für den dritten Teil rechnet das Land mit acht bis neun Wochen, sodass unterm Strich ein Vierteljahr Baustellenzeit ansteht.

Für die Plochinger ist das noch nicht alles. Mit der Sanierung der Otto-Konz-Brücke und der verlängerten Hafenbrücke steht ihnen ab Herbst eine weitere Großbaustelle ins Haus, die voraussichtlich 18 Monate dauern und zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen in der Innenstadt führen wird. Und auf dem Schurwald gibt es ebenfalls eine weitere Sperrung: So wird voraussichtlich bis Ende August die Ortsdurchfahrt in Aichelberg in Richtung Remstal gesperrt sein.  aia / Foto: aia


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